
Es braut sich was zusammen in Brüssel. Die Europäische Union plant laut Bericht der Financial Times, im Jahr 2026 die Zügel gegenüber den großen Tech-Konzernen wie Google, Meta, Apple und X deutlich straffer zu ziehen. Nachdem man Jahre damit verbracht hat, Regelwerke wie den Digital Markets Act (DMA) und den Digital Services Act (DSA) auszuhandeln, verlagert die EU-Kommission den Fokus nun voll auf die Durchsetzung.
Das dürfte allerdings nicht ohne Säbelrasseln ablaufen, denn aus den USA weht ein rauer Wind. Die dortige Regierung unter Donald Trump fordert Änderungen an den EU-Regeln und droht sogar mit Zöllen, falls das Vorgehen gegen die US-Riesen zu aggressiv ausfällt.
Das stellt die EU laut des Berichtes vor einen Balanceakt. Man will die eigenen digitalen Gesetze durchsetzen, ohne gleich einen Handelskrieg vom Zaun zu brechen. Die Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera stellte klar, dass man Regulierungen nicht einfach zurücknimmt, nur weil sie der Gegenseite nicht passen. Der Ansatz bleibt also bestehen: Gatekeeper öffnen und illegale Inhalte bekämpfen.
Hinter den Kulissen läuft bereits viel Arbeit zur Einhaltung der Regeln, oft leiser als die großen Schlagzeilen vermuten lassen. Apple und Meta haben ihre Geschäftsmodelle nach Bußgeldern bereits angepasst. Doch neue Untersuchungen laufen an. Im Dezember startete Brüssel Prüfungen, ob Meta rivalisierende KI-Anbieter bei WhatsApp blockiert und wie Google Online-Inhalte für KI-Modelle nutzt. Auch der Cloud-Sektor wird auf Wettbewerb abgeklopft.
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4 days ago
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