Die Energiepreise kennen im Grunde in Deutschland nur einen Weg: den nach oben. Ich selbst habe etwa erst diesen Monat wieder eine Strompreiserhöhung ins Haus flattern sehen. Und diese Preisentwicklung bereitet dann auch immer noch vielen Menschen Sorgen, wie eine Umfrage des Preisvergleichportals Verivox zeigt.
So hat Verivox im März 2025 eine Online-Umfrage unter 1.007 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren durchgeführt. Zu beachten ist, dass man solche Meinungsumfragen immer mit etwas Vorsicht genießen sollte, da sie nur eine Momentaufnahme und anfällig für Fehler und Störungen sind. Jedenfalls haben mehr als 88 % der Befragten angegeben, dass sie sich durch die aktuellen Energiepreise belastet fühlen und sich um die weitere Entwicklung sorgen. 43 % haben sogar angegeben, sich „stark belastet“ zu fühlen und an anderen Stellen im Haushalt Geld einsparen zu müssen.
Verivox gibt an, dass die Kosten für Strom, Heizung und Kraftstoffe in den vergangenen vier Jahren um rund 38 % gestiegen seien, was die allgemeine Inflation deutlich übertrifft. Vor allem einkommensschwache Haushalte leiden natürlich sehr darunter. Besonders besorgt sind um die zukünftige Preisentwicklung Haushalte, die mit Erdgas oder Heizöl heizen – danach folgen Haushalte mit Fernwärme. Weniger besorgt zeigen sich Haushalte, die Wärmepumpen einsetzen.
Verivox erwartet ebenfalls weitere Kostensteigerungen
Verivox hält die Sorgen der Menschen für berechtigt, da steigende CO2-Preise die Verwendung fossiler Brennstoffe immer unwirtschaftlicher machen dürften. Für ein Einfamilienhaus mit Gasheizung werden daher im nächsten Jahr laut Prognosen des Portals bis zu 280 Euro Mehrkosten fällig. Bei Heizöl könnten es über 400 Euro sein. Gleichzeitig funktioniert das Prinzip, dass die Preiserhöhungen den Verbrauch der Haushalte reduzieren, weil gespart wird. Das ist zwar umweltschonender, sorgt aber auch für sozialen Zündstoff. Denn wohlhabende Menschen haben in der Regel den wesentlich größeren CO2-Fußabdruck und keine wirtschaftliche Notwendigkeit, sich einzuschränken.
Zumal 27 % der Befragten schon angeben, dass sie über bereits getroffene Maßnahmen hinaus aktuell nicht mehr Energie einsparen könnten. Bezogen auf den letzten Winter haben rund 40 % der Befragten weniger geheizt als im Winter davor. Zu diesem Thema hatte ich ja kürzlich schon auf eine andere Umfrage zum Heizen verwiesen.
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7 months ago
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