China überholt USA als Deutschlands wichtigster Handelspartner
20.02.2026, 08:36Lesezeit: 1 Min.

Der Export in die USA schrumpft um 9 Prozent +++ Kuriose Szene zwischen Altman und Amodei auf KI-Gipfel +++ Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab +++ alle Neuigkeiten im Unternehmen-Liveblog.
China wieder Deutschlands Handelspartner Nummer eins
China hat die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder überholt. 2025 summierte sich das Volumen aus Importen und Exporten im Geschäft mit der Volksrepublik auf 251,8 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Mit der Steigerung um 2,1 Prozent zog China, das schon von 2016 bis 2023 durchgängig Deutschlands wichtigster Handelspartner war, wieder an den Vereinigten Staaten vorbei, die 2024 auf Rang eins lagen.
Dem deutschen Handel mit den USA machte im vergangenen Jahr zwar der Zollstreit unter Präsident Donald Trump zu schaffen. Trotz eines Rückgangs um 5 Prozent waren die Vereinigten Staaten mit einem Außenhandelsumsatz von 240,5 Milliarden Euro Deutschlands zweitwichtigster Handelspartner.
Höhere Zölle und die aggressive Handelspolitik von Trump änderten auch nichts daran, dass die USA 2025 wie in den zehn Jahren zuvor wichtigster Einzelmarkt für Waren „Made in Germany“ waren. Deutsche Firmen verkauften Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro in die USA und damit 9,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erhebliche Einbußen (-17,8 Prozent) gab es bei Autos und dazugehörigen Teilen. Auf Rang zwei der wichtigsten deutschen Exportziele lag Frankreich, gefolgt von den Niederlanden. China liegt in dieser Rangliste nur auf Rang sechs.
Bei den Einfuhren nach Deutschland dominieren seit 2015 chinesische Produkte: Auch im vergangenen Jahr war China mit Importen im Volumen von 170,6 Milliarden Euro (+8,8 Prozent) das mit Abstand wichtigste Lieferland für Deutschland – vor den Niederlanden und den USA. Auch hier wirkt sich der Zollstreit aus: Nach Einschätzung von Ökonomen leitet China wegen der US-Zölle Waren nach Europa um und damit auch auf den deutschen Markt. US-Erzeuger profitieren hingegen vom leichteren Zugang zum EU-Markt und steigern ihre Ausfuhren nach Deutschland um 2,7 Prozent.
Insgesamt gingen 2025 nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamts Waren aus deutscher Produktion im Wert von 1569,6 Milliarden Euro in alle Welt – vor allem Autos, Maschinen und chemische Erzeugnisse. Dank eines starken Dezembers legten die Exporte erstmals seit zwei Jahren wieder um 1,0 Prozent zu – und das trotz des Zollstreits mit den USA. Die Importe nach Deutschland wuchsen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 1366,9 Milliarden Euro.
Tesla bringt billigeren Cybertruck auf den Markt
Der US-Elektroautohersteller Tesla kappt den Preis für seinen elektrischen Pickup Cybertruck und will so die Nachfrage in den USA steigern. Eine Einstiegsversion wird für knapp 60.000 Dollar angeboten, wie am Freitag aus der Internetseite des Unternehmens hervorgeht. Das Spitzenmodell soll demnach knapp 100.000 Dollar kosten und damit etwa 15.000 Dollar weniger als bislang, weil eine Sonderausstattung für diesen Preis nicht verfügbar war. Tesla leidet unter der Schwäche auf dem US-Elektroautomarkt nach dem Auslaufen von Förderungen im September 2025.
Danone wirbt im Skandal um verunreinigte Babymilch um VertrauenNicht nur Nestlé, sondern auch Danone musste Babymilchprodukte zurückrufen. Die finanziellen Auswirkungen sind laut Konzern bislang aber „nicht wesentlich“. Aus der Bahn wirft der Skandal das Unternehmen jedenfalls nicht. Umsatz und Ergebnis legten im vergangenen Jahr weiter zu. Lesen Sie den ganzen Text von F.A.Z.-Frankreichkorrespondent Niklas Záboji:
Das Mainzer Biotechunternehmen BioNTech hat den US-Konkurrenten Moderna verklagt. In der am Donnerstag bei einem Bundesgericht im US-Bundesstaat Delaware eingereichten Klage wirft BioNTech dem US-Konzern vor, mit seinem neuen Corona-Impfstoff mNEXSPIKE Patente zu verletzen. Diese stünden im Zusammenhang mit dem Konkurrenzprodukt Comirnaty von BioNTech und dessen US-Partner Pfizer.
Der Klage zufolge verletzt mNEXSPIKE die Rechte von BioNTech an einer Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign. Dieses ermögliche eine geringere Dosierung bei Patienten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Moderna-Vakzin der nächsten Generation im Jahr 2025 zugelassen.
Der Rechtsstreit ist Teil einer größeren Auseinandersetzung in der Branche. Bereits 2022 hatte Moderna BioNTech und Pfizer wegen angeblicher Patentverletzungen durch Comirnaty verklagt. Dieses Verfahren läuft noch. Biotech-Firmen fordern in einer Klagewelle Lizenzgebühren für Technologien, die in den umsatzstarken Impfstoffen verwendet werden. Sprecher von Moderna, BioNTech und Pfizer nahmen zunächst nicht Stellung zu der neuen Klage.
Novartis baut wegen Zollpolitik elf Fabriken in den USA
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will laut US-Präsident Donald Trump dank seiner Zollpolitik elf neue Fabriken in den USA errichten. Dies habe ihm der Vorstandschef des Unternehmens, Vas Narasimhan, am Mittwoch bei einem Treffen im Weißen Haus gesagt, erklärte Trump am Donnerstag bei einer Rede vor Stahlarbeitern in Rome im US-Bundesstaat Georgia.
Novartis verlautete indes, das Unternehmen ziehe sich aus seiner indischen Tochtergesellschaft zurück. Der Konzern verkaufe seinen Anteil von 70,68 Prozent für etwa 159 Millionen Dollar an ein Konsortium von Finanzinvestoren, teilte Novartis am Freitag mit. Das Käuferkonsortium, zu dem WaveRise Investments, ChrysCapital und Two Infinity Partners gehören, kündigte zudem ein Pflichtangebot für den Erwerb weiterer 26 Prozent der Anteile an. Die Investoren bieten 860,64 Rupien je Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von 3,6 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. An der Börse in Mumbai sorgte die Nachricht für ein Kursfeuerwerk: Die Aktien von Novartis India schossen um fast 20 Prozent auf 996,50 Rupien hoch.
Der Ausstieg ist das Ergebnis einer vor zwei Jahren eingeleiteten strategischen Überprüfung des Indien-Geschäfts. Novartis unterhält in dem Land keine eigene Produktion, sondern vertreibt dort vor allem Medikamente wie das Schmerzmittel Voveran. Der Konzern konzentriert sich derzeit stark auf den Ausbau seines Geschäfts in den USA. Im April 2025 hatte Novartis angekündigt, 23 Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten zu investieren. Hintergrund waren drohende Importzölle auf Pharmazeutika unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.
Meta kürzt abermals Aktienoptionen für Mitarbeiter
Der Facebook-Mutterkonzern Meta kürzt einem Medienbericht zufolge abermals die jährlichen Aktienoptionen für seine Mitarbeiter, um Milliarden-Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zu finanzieren. Die Zuteilung sei für die meisten Angestellten um etwa fünf Prozent reduziert worden, berichtete die „Financial Times“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Bereits im vergangenen Jahr habe der Konzern die aktienbasierten Vergütungen um rund zehn Prozent gekürzt. Meta-Chef Mark Zuckerberg richtet den Konzern stark auf KI aus. Meta rechnet für das Jahr 2026 mit Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar.
Hochtief profitiert vom Bauboom für Rechenzentren
Die starke Nachfrage nach Rechenzentren und ein Bauboom im Energiesektor sowie in der Verteidigung haben den Essener Baukonzern Hochtief im abgelaufenen Geschäftsjahr beflügelt. Das Unternehmen hat einen Rekordauftragsbestand von 73 Milliarden Euro erreicht und mit seinem Konzerngewinn von 789 Millionen Euro die eigenen Jahresziele gleich zweimal übertroffen.
Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Wie das Unternehmen am Donnerstagnachmittag mitteilte, soll eine Dividende von 6,60 Euro je Aktie ausgeschüttet werden, was einer Steigerung von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Größter Anteilseigner an Hochtief ist der spanische Baukonzern ACS, aber Hochtief ist derzeit offenbar für viele weitere Anleger attraktiv: Binnen eines Jahres ist der Aktienkurs von Hochtief um 160 Prozent gestiegen und hat kürzlich ein Rekordhoch von 406 Euro erreicht.
„Wir haben uns zum Marktführer in schnell wachsenden strategischen Wachstumsbereichen wie dem KI-, Digital- und Tech-Sektor sowie den Segmenten Energie/Kernenergie, kritische Mineralien und Verteidigung entwickelt“, lässt sich der Hochtief-Vorstandsvorsitzende Juan Santamariá in einer Unternehmensmitteilung zitieren.
Noch ist der Verteidigungsbereich mit einem Auftragsbestand von zwei Milliarden Euro auf das Gesamtgeschäft gesehen vergleichsweise klein. Aber er wächst stark. Zuletzt hat Hochtief einen Auftrag bekommen, ein großes Trockendock in Pearl Harbor für die US-Marine zu bauen, außerdem gibt es mehrere Projekte in Australien. Wachstumstreiber war zuletzt vor allem das Rechenzentrumsgeschäft: Solche Fabriken zu planen, zu bauen und zu betreiben, macht inzwischen einen Auftragsbestand von 16,8 Milliarden Euro aus, was mehr als einem Fünftel des Gesamtbestands entspricht.
Das 500 Milliarden Euro schwere Infrastrukturpaket soll in Deutschland für Hochtief erstmals in diesem Jahr sichtbar werden, heißt es aus dem Unternehmen. Zwar hat sich der Auftragsbestand für Hochtief zwischen 2022 und 2025 in Deutschland schon fast verdoppelt, doch erwartet der Baukonzern noch stärkere Impulse.
Getragen von den unterschiedlichen Wachstumsfeldern erwartet Hochtief für das Geschäftsjahr 2026 einen operativen Konzerngewinn von 950 Millionen bis 1,025 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Gewinn von 789 Millionen Euro aus dem Vorjahr entspricht. Erreicht Hochtief das Ziel, entspräche das einer Verdopplung des Gewinns innerhalb von vier Jahren.

Strabag-Aktionär macht Kasse
Der steile Kursanstieg des Baukonzerns Strabag zieht Verkaufswillige an. Die Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien hat Aktien im Wert von rund 180 Millionen Euro am Markt platziert. In einer Analyse der Erste Group zur Strabag wird auf einen Bloomberg-Artikel verwiesen, nach dem Raiffeisen 2,08 Millionen Anteilscheine zu einem Preis von 86,5 Euro je Aktie angeboten habe. Das entspreche einem Abschlag von über elf Prozent gegenüber dem Schlusskurs von Mittwoch.
„Die Strabag Aktie hat sich in den letzten Monaten sehr gut entwickelt, und wir haben uns entschieden, als Teil unserer laufenden Portfolio- und Risikomanagement-Überlegungen einen geringen Teil unserer Beteiligung zu verkaufen. Ein höherer Streubesitz macht sie für Anleger attraktiver“, argumentiert die Raiffeisen Holding.
Allein in den vergangenen 52 Wochen hat der Kurs um 84,82 Prozent zugelegt. Am heutigen Donnerstag fiel er im Zuge der Platzierung allerdings um rund sieben Prozent auf etwa 90 Euro. Mit der Transaktion wird der Streubesitz geringfügig auf 18 Prozent steigen. An dem bestehenden Syndikat zwischen Raiffeisen Holding, Uniqa und der Privatstiftung Haselsteiner ändert sich nach der Platzierung nichts. Angeboten worden seien nur Aktien, die nicht Teil des Syndikats waren, hieß es aus der Raiffeisen.

Kuriose Szene zwischen Altman und Amodei auf KI-Gipfel
Es war wohl als eine Geste für Einigkeit gedacht: Der indische Ministerpräsident Narendra Modi hatte am Donnerstag auf dem KI-Gipfel in Neu Delhi eine Gruppe prominenter Vertreter aus Wirtschaft und Politik um sich versammelt. Und wie er das öfters bei öffentlichen Veranstaltungen tut, nahm er die neben sich stehenden Personen an der Hand und streckte mit ihnen die Arme nach oben. In diesem Fall waren das Sam Altman, der Vorstandschef des ChatGPT-Entwicklers Open AI, und Sundar Pichai, der den Internetkonzern Google führt.
Dies wurde der Ausgangspunkt für einen symbolträchtigen Moment, der zwei der größten Konkurrenten in der KI-Szene in erhebliche Verlegenheit brachte. Nach und nach reichten sich auch die anderen Gäste auf der Bühne die Hände und wiederholten Modis Geste, aber nicht Altman und der neben ihm stehende Dario Amodei, der Vorstandschef des Open-AI-Wettbewerbers Anthropic.
Während sich überall um die beiden Männer herum die Arme hoben, blickte Altman etwas peinlich berührt nach links, wo Amodei stand. Schließlich streckte er seinen linken Arm allein in die Höhe, Amodei tat kurz danach das Gleiche mit seinem rechten Arm. Und so kam es zum Gegenteil des geplanten Einigkeitsbildes: Es zeigte zwei Männer, die nicht einmal für den kurzen Moment eines Fotos in der Lage sind, sich die Hand zu geben.
Die Szene spiegelt die zunehmend erbitterte Rivalität zwischen Altman und Amodei wider. Das Verhältnis der beiden Männer ist seit Langem angespannt. Amodei hat einst für Open AI gearbeitet, das Unternehmen dann aber Ende 2020 verlassen. Dabei sollen Meinungsverschiedenheiten mit Altman eine Rolle gespielt haben. Kurz danach war er einer der Mitgründer von Anthropic.
Amodei grenzt Anthropic in vielerlei Hinsicht von Open AI ab. Beispielsweise setzt er sich stärker für eine Regulierung von KI-Technologien ein. Vor wenigen Wochen schaltete Anthropic während des Footballspektakels Super Bowl Werbespots, die als klarer Seitenhieb auf Open AI zu verstehen waren. In Anspielung auf die Ankündigung von Open AI, künftig Anzeigen auf ChatGPT einzublenden, zeigten Anthropics Spots personifizierte Chatbots, deren Antworten nach Werbung klingen. Altman war offenbar sehr verärgert über die Werbung. Er nannte sie in einem Eintrag auf der Plattform X „unehrlich“ und „irreführend“.

Microsoft kassiert Deutschland kräftig ab
Der Bund hat dem Softwareriesen im vergangenen Jahr 481,4 Millionen Euro für seine Produkte und Dienste gezahlt. 2023 waren es 274 Millionen Euro; 2024 waren es knapp 348 Millionen Euro. Ein Ende dieser Entwicklung zeichnet sich bislang kaum ab. Dabei gebe es hierzulande genügend Alternativen.

Stilles und Wasser mit Geschmack treiben Gerolsteiner
Gerolsteiner Brunnen, der nach eigenen Angaben größte deutsche Hersteller von Markenmineralwasser, hat im vergangenen Jahr 3,4 Prozent mehr Getränke verkauft und so seinen Umsatz um 2,7 Prozent auf knapp 349 Millionen Euro gesteigert. Damit ist das Eifeler Unternehmen schneller gewachsen als der Markt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Mineralbrunnen (VDM) vom Januar ist die Nachfrage nach dem „Naturprodukt Mineralwasser" im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 10,2 Milliarden Liter oder knapp 129 Liter pro Kopf gestiegen, in der Corona-Pandemie war sie kurzzeitig gesunken. Als Wachstumstreiber nennt Gerolsteiner Wasser ohne Kohlensäure und Wasser mit Geschmack. Das Unternehmen gehört mehrheitlich zur Bitburger-Unternehmensgruppe und beschäftigt 850 Mitarbeiter.
Renault sieht 2026 niedrigere Gewinnmarge Renault stellt sich im laufenden Jahr auf eine geringere Profitabilität ein.
Im vergangenen Jahr verkaufte der Hersteller weltweit gut 2,3 Millionen Fahrzeuge, das war ein Plus von 3,2 Prozent in einem Markt, der den Angaben zufolge lediglich um 1,6 Prozent wuchs. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 57,9 Milliarden Euro.
Unter dem Strich verzeichneten die Franzosen jedoch einen Verlust von 10,9 Milliarden Euro. Ausschlaggebend hierfür waren die milliardenschweren, nicht zahlungswirksamen Belastungen im Zusammenhang mit der bereits im vergangenen Sommer geänderten bilanziellen Behandlung des Nissan-Anteils. Hinzu kamen Restrukturierungskosten und Wertminderungen auf Fahrzeugentwicklungen und bestimmte Produktionsanlagen.

Weltmarktführer Krones erwartet weniger Wachstum
Der weltgrößte Abfüllanlagenbauer Krones hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr steigern können, zeigt sich aber angesichts der geopolitischen Spannungen, des schwachen Dollars und der US-Zollpolitik vorsichtiger. Wie das im M-Dax der mittelgroßen Werte notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz 2025 um sieben Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Damit wurde das untere Ende der prognostizierten Wachstumsspanne von sieben bis neun Prozent erreicht. Wechselkurseffekte belasteten nach Angaben von Krones das Umsatzwachstum mit 99 Millionen Euro.
Der Betriebsgewinn vor Anschreibungen, Zinsen und Steuern (Ebitda) erhöhte sich um zwölf Prozent auf 602 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite lag mit 10,6 Prozent (2024 betrug sie 10,1) in der oberen Hälfte der angepeilten Spanne von 10,2 bis 10,8 Prozent. Der Nettogewinn legte um sieben Prozent auf 299 Millionen Euro zu. Für das laufende Jahr klammert Krones Währungseffekte aus der Umsatzprognose aus und rechnet auf dieser Basis mit einem Wachstum von drei bis fünf Prozent.
„Krones ist gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet“, hieß es in der Mitteilung. Doch gebe es Unwägbarkeiten wie die weltweite Entwicklung der Zölle, Materialengpässe und wacklige Lieferketten. Die operative Umsatzrendite soll sich 2026 trotzdem auf 10,7 bis 11,1 Prozent verbessern. Neben steigenden Umsätzen sollen dazu „eine weiterhin disziplinierte Preisstrategie“ und die Umsetzung von Sparmaßnahmen beitragen. Zum Jahreswechsel hatte Krones Aufträge über 4,19 Milliarden Euro in den Büchern. 2025 kamen neue Aufträge über insgesamt 5,56 Milliarden Euro herein, knapp zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Knorr-Bremse steigert Gewinn
Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse hat 2025 dank Einsparungen trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr verdient. Für 2026 plant der Vorstandsvorsitzende Marc Llistosella aber wieder mit Wachstum. Der Umsatz solle im laufenden Jahr auf 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro zulegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag bei der Vorlage vorläufiger Zahlen für 2025 mit. Die mittlere Analystenschätzung liegt in der oberen Hälfte der Spanne. Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) sieht das Management 2026 bei rund 14 Prozent.
Beim Ausblick stützt sich die Unternehmensführung auf den Auftragseingang, der 2025 um 2,8 Prozent auf gut 8,4 Milliarden Euro zulegte. Dabei glichen gestiegene Bestellungen im Bahngeschäft die rückläufige Nachfrage im Nutzfahrzeuggeschäft mehr als aus.
Der Umsatz fiel im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Dies entspricht auch den Erwartungen von Analysten. Das bereinigte operative Ergebnis stieg indessen um 5,1 Prozent auf rund 1,02 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 13 Prozent. Unter dem Strich stand ein um ein Fünftel gestiegener Gewinn von gut 574 Millionen Euro.
Nestlé schrumpft und baut Konzern um
Ein schrumpfender Umsatz und höhere Rohstoffkosten haben dem Nahrungsmittelriesen 2025 abermals einen Gewinnrückgang eingebrockt. Unter dem Strich verdiente der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat 9,0 Milliarden Franken, ein Minus von 17 Prozent. Das vom Markt stark beachtete organische Umsatzwachstum, das Wechselkurseinflüsse sowie Zukäufe und Verkäufe von Geschäftsbereichen ausklammert, legte vor allem dank Preiserhöhungen um 3,5 Prozent zu. Analysten hatten einer unternehmenseigenen Umfrage zufolge mit einem Nettogewinn von 10,08 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 3,4 Prozent gerechnet.
Nestlé will die Dividende um 1,6 Prozent auf 3,10 Franken je Aktie anheben. Für das laufende Jahr peilt das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im Bereich von etwa drei bis hin zu vier Prozent an. Die bereinigte operative Ergebnismarge werde sich gegenüber den 16,1 Prozent des Jahres 2025 voraussichtlich verbessern.
Der neue Konzernchef Philipp Navratil will das Geschäft auf die vier Bereiche Kaffee, Produkte für Heimtiere und Nutrition sowie auf führende regionale Positionen im Bereich Kulinarikprodukte und Snacks fokussieren.



