
Die elektronische Patientenakte (ePA) erhält im kommenden Jahr einen Funktionsschub. Die gematik-Gesellschafter haben grünes Licht für die nächste Entwicklungsstufe gegeben. Der Schwerpunkt liegt auf der Erweiterung des digitalen Medikationsprozesses und der Integration von Push-Benachrichtigungen.
Ein Teil der Erweiterung ist der elektronische Medikationsplan. Er ergänzt die bereits vorhandene elektronische Medikationsliste und ermöglicht eine präzisere Darstellung der Medikamenteneinnahme. Die Neuerung erlaubt laut gematik die Erfassung komplexer Dosierschemata, die über das klassische 4er-Schema des bundeseinheitlichen Medikationsplans hinausgehen.
Die Erweiterung umfasst auch die Dokumentation von Betäubungsmittel-Rezepten, die bisher nicht elektronisch ausgestellt werden können. Ärzte und Apotheker erhalten zudem die Möglichkeit, rezeptfreie Medikamente wie Nasensprays oder Schmerzmittel in der Akte zu vermerken.
Nutzer der ePA werden künftig über ihre Krankenkassen-App informiert, wenn auf ihre Akte zugegriffen wird. Diese Push-Benachrichtigungen erhöhen die Transparenz für die Versicherten.
Die gematik plant vor der bundesweiten Einführung eine Testphase in ausgewählten Modellregionen. Die neuen Funktionen sollen 2026 zur Verfügung stehen. In einer weiteren Ausbaustufe folgen eine Volltextsuche und die Option zur Datenübermittlung an das Forschungsdatenzentrum Gesundheit. Der komplette Funktionsumfang wird voraussichtlich Anfang 2027 verfügbar sein.
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4 months ago
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