Dreame C1 ausprobiert: Fensterputzroboter mit Licht und Sch…lieren

2 months ago 4

Die Tage des manuellen Fensterputzens könnten gezählt sein. Dachte ich mir Mit dem C1 Station steht seit einiger Zeit ein Roboter bereit, der diese ungeliebte Aufgabe übernehmen möchte. Nach mehrwöchigem Test zeigt sich: Die Technik funktioniert grundsätzlich, hat aber ihre Eigenheiten – zumindest bei uns.

Die Station fällt mit 6 kg Gesamtgewicht und den Maßen 40 x 30 x 25 cm nicht gerade kompakt aus. Der eigentliche Roboter misst 26 x 26 x 7 cm und bringt eine Saugkraft von 5.500 Pa mit. Der integrierte 7.800-mAh-Akku in der Station verspricht bis zu drei Stunden Laufzeit.

Das verbaute 80-ml-Wassertank reicht für etwa eine Stunde Reinigungszeit. Ein 5,5 Meter langes Kabel verbindet den Robo sicherheitstechnisch mit der eigentlichen Station. Die Lautstärke von angegebeben 63 dB ist während der Reinigung deutlich wahrnehmbar, teilweise echt nervend. Wer aber eh einen Staubsaugerrobo hat, kennt das vielleicht.

Die cremefarbene Station erinnert an eine moderne Kühlbox. Der Roboter ruht in einem speziellen Fach und lässt sich per Knopfdruck entnehmen. Die Kabelaufwicklung funktioniert automatisch. Die Materialqualität macht einen wertigen Eindruck. Mit dabei: Das Zubehörfach für Ersatzbürsten, Reinigungstücher und Kabel.

Die Ersteinrichtung ist unkompliziert. Die Dreame-Home-App führt strukturiert durch den Prozess. Nach dem Befüllen des Tanks mit Wasser und Reinigungslösung befestigt man das Mikrofasertuch. Die CornerClean-Bürsten für die Eckenreinigung lassen sich einfach ein- und ausklicken. Die Station benötigt eine ebene Fläche und hält durch Vakuum am Boden. Der Roboter selbst analysiert zunächst die Fensterfläche, bevor er mit der systematischen Reinigung beginnt.

Auf normal verschmutzten Fenstern arbeitet der C1 Station auf den ersten Blick zuverlässig. Die Bewegungsmuster – Z-förmig bei länglichen, N-förmig bei quadratischen Flächen – wirken durchdacht. Letzten Endes – und da haben meine Frau und ich schon abgewunken, war das Ganze von der Reinigungsleistung eher maximal Mittelmaß. Bei einer ersten Fahrt sah ein Fenster so aus, als sei ich mit einer Packung Butter dran vorbeigelaufen. Echt schlierig. Zweitfahrten behoben dann das Problem.

Dennoch – und das kann ich bereits so früh sagen, ist die Kiste bei uns durchgefallen. Das Ergebnis war zu keiner Zeit so akzeptabel, als dass wir das so hätten lassen können. Und am Ende musste man eh immer manuell ran, denn kleine Kanten blieben eh ungewischt und die Fläche, auf der der Robo seinen Dienst beendete, musste auch nachgewischt werden. Die Eckenreinigung mit den CornerClean-Bürsten sollte auch schwierige Bereiche, aber eben das klappte nur so semi. Immerhin: Die Kiste sitzt bombenfest auf den Flächen.

Kein Scheiß, das war die Erstfahrt auf dem Fenster:

App-technisch? Die Dreame-Home-App bietet verschiedene Reinigungsmodi: Komplett (schnell oder gründlich), lokalisiert, nur Ränder  (haha) oder manuell per Fernsteuerung. Die Echtzeit-Überwachung zeigt Batteriestand, aktiven Modus und verbleibende Zeit an. Eine Programmierung ist möglich, aber weniger sinnvoll als bei Saugrobotern, da die C1 Station manuell umgesetzt werden muss.

Laut Dreame ist auch KI mit drin. Die künstliche Intelligenz beschränkt sich hauptsächlich auf Navigationsfunktionen und automatische Parameteranpassung. Hindernisse wie Fenstergriffe erkennt der Roboter recht zuverlässig.

Was bleibt unterm Strich? 600 Euro werden fällig, wer viele und / oder große Fenster hat, der weiß, was das für eine ungeliebte, nervige Arbeit ist. Bei uns ist der C1 durchgefallen. Das Ergebnis stimmte nicht, als dass sich eine Anschaffung rechtfertigen würde. Die Nachbearbeitung kostet Zeit und auch, wenn es eine nervige Arbeit ist, dann macht man es lieber selbst und ordentlich, dann klappt es auch mit sauberen Rahmen.

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