Disney+ ist von der Verbraucherzentrale NRW erfolgreich abgemahnt worden. Der Grund: Der Streaming-Dienst hatte zahlenden Kunden unzulässig den Zugang zum bereits bezahlten Abo verwehrt. Das haben sicherlich auch viele Leser so erlebt: Im Zuge der letzten Preiserhöhungen sollten Bestandskunden über ein Pop-up in der App entweder einer anstehenden Erhöhung ihrer Abokosten zustimmen, ihren Tarif herabstufen oder alternativ direkt kündigen. Ein Abwarten ließ Disney+ nicht zu und erzwang eine Entscheidung, damit der Zugriff weiterlaufen konnte.
Laut der Verbraucherzentrale NRW stufte man jenes Vorgehen jedoch als rechtswidrig ein. Letzten Endes erweckte das Vorgehen von Disney+ den Eindruck, dass mit technischen Barrieren dazu gedrängt werden sollte, eine Vertragsänderung zu akzeptieren. Das darf aber so nicht gehandhabt werden. Überraschenderweise hatte man beim Streaming-Dienst aber offenbar ein Einsehen. Statt es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, hat man seitens Disney+ bereits eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Damit verpflichtet man sich auch, diese Praxis bis spätestens 31.05.2025 zu beenden.
Ich selbst hatte das Vorgehen auch so miterlebt: Als ich einige Wochen vor der letzten Vertragsverlängerung auf den Streaming-Dienst zugreifen wollte, wurde mir das über den Apple TV 4K verweigert. Stattdessen sollte ich erst entweder der Preiserhöhung zustimmen, meinen Tarif ab der nächsten Vertragsverlängerung herunterstufen oder aber kündigen. Der Clou war, dass letzteres über den am Apple TV 4K hinterlegten Link gar nicht möglich gewesen ist, da ich nur auf einer Informationsseite landete. Im Ergebnis kündigte ich damals mein Abo am Rechner, da mir die Preiserhöhung von über 50 % zu extrem gewesen ist.
Hätte ich mich jedoch erst einmal gar nicht entscheiden wollen, hätte ich ebenfalls auf Disney+, trotz laufenden und bereits bezahlten Abos, gar nicht mehr zugreifen können – und das darf eben laut Verbraucherzentrale NRW so nicht sein. Wie erwähnt, scheint Disney+ aber eingesehen zu haben, dass das hätte anders laufen sollen – sonst hätte man die Unterlassungserklärung kaum freiwillig direkt unterzeichnet.
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7 months ago
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