Digitale Behörden: Mehrheit der Deutschen hat das Online-Angebot noch nie genutzt

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Von uns KI-generiert: Das deutsche Neuland

Das Thema begleitet die Berichterstattung nun schon seit Jahren, doch wirkliche Fortschritte lassen weiterhin angeblich auf sich warten. Seit 2017 läuft der Versuch, die deutsche Verwaltung zu digitalisieren, die Bilanz fällt jedoch auch zu Beginn des Jahres 2026 ernüchternd aus. Fast zehn Jahre nach dem Start sind immer noch fast zwei Drittel der Behördendienste nicht online nutzbar. Eine aktuelle Analyse im Auftrag von Verivox soll zeigen, dass von insgesamt 576 definierten Verwaltungsleistungen aktuell 364 komplett offline verbleiben.

Der Fortschritt ist dabei kaum messbar. Binnen eines Jahres kamen lediglich neun Dienste hinzu, die nun als vollständig digitalisiert gelten. Damit sind derzeit 110 Leistungen so umgesetzt, dass der Bürger sie komplett digital abwickeln kann. Weitere 102 Dienste sind zumindest teilweise digital verfügbar. Das wirkt sich direkt auf die Nutzung aus: 59 Prozent der Menschen in Deutschland haben noch nie eine digitale Verwaltungsleistung in Anspruch genommen. Wer es doch versucht, stößt oft auf Hürden. Nur 15 Prozent der Befragten konnten einen Vorgang tatsächlich komplett digital abschließen. Oft ist zwar der Antrag online verfügbar, für den Rest des Prozesses wird dann aber doch wieder der Gang zum Amt fällig.

Ein Kernproblem bleibt wohl die Definition dessen, was als digital gilt. Im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes (OZG) reicht es oft aus, wenn eine Leistung in einer einzigen Kommune online beantragt werden kann, damit der Haken gesetzt wird. Die tatsächliche Verfügbarkeit in der Fläche schwankt massiv. Die höchste Ausbaustufe, bei der vernetzte Register den Datenaustausch zwischen Behörden ermöglichen würden, hat bislang keine einzige Leistung erreicht. Es mangelt weiterhin an standardisierter Software und übergreifenden Lösungen in Deutschland, heißt es abschließend.

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