
Heißluftfritteusen sind schon länger ein Ding, wenn man schonend und mit wenig Fett etwas knusprig bekommen will. Mittlerweile gibt es etliche Hersteller am Markt, Cosori ist einer davon. Die haben nun mit der Cosori Iconic Single eine Kandidatin ins Rennen geschickt, die vorwiegend eins ist, nämlich schick. Im Gegensatz zu vielen anderen Konkurrentinnen kommt das Gerät nämlich überall da mit Edelstahl um die Ecke, wo es sinnvoll ist. Dazu kommen etliche weitere Verbesserungen zu bisherigen Modellen.
Design und Verarbeitung

Optisch geht die Iconic, wie ich schon sagte, in eine Richtung, die ich mir bei mehr Küchengeräten wünschen würde. Kunststoffkisten sind zwar leichter, sehen aber nicht so gut aus und lassen sich auch nicht ganz so gut reinigen wie Metall. Außerdem passt Edelstahl auch einfach in so ziemlich jede Küche. Cosori setzt bei dem Gerät auf ein Gehäuse aus dem Material und platziert oben ein Touchpanel mit allen wichtigen Anzeigen, das von gehärtetem Glas geschützt wird. Man kann also das komplette Gerät einfach reinigen, weil es obendrein auch keine harten Kanten gibt, an denen etwas hängenbleiben kann.

Das Teil sieht einfach gut aus und ist obendrein auch noch verdammt kompakt. Wir haben noch ein anderes Modell von Cosori, das auch mit einem Volumen von 6,2 Litern daherkommt, aber wesentlich klobiger und auch größer ist. Gerade beim Thema Verstauen ist die Kompaktheit ein echtes Plus.
Cosori betont, dass bei sichtbaren Flächen bis zu 96 Prozent Metall im Spiel sein sollen. Noch wichtiger als die Zahl ist für mich der Effekt. Edelstahl nimmt Gerüche typischerweise weniger an und wirkt „hygienischer“, weil er nicht porös ist. Gerade bei Airfryern, die gern mal nach Frittierfett-Light riechen, kann das ein echter Vorteil sein.

Praktisch finde ich auch, dass der Korb ist PFAS-frei (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen – also synthetische Chemikalien, die sich im Körper anreichern können) und keramikbeschichtet. Dazu sollen Korb und Crisp-Platte spülmaschinenfest sein. Das ist für mich bei diesem Gerätetyp fast ein Muss, weil man sonst schnell keine Lust mehr hat, die Teile immer per Hand zu schrubben.
Einrichtung

Die Einrichtung der Maschine ist wie bei allen anderen Geräten im Kern auch bei dem Cosori-Modell gleich. Auspacken, Korb und Crisp-Platte einmal gründlich reinigen und dann einen Leer-Lauf machen. Vorgeschlagen wird ein Testlauf mit 195 °C für 10 Minuten, um Produktionsrückstände loszuwerden, danach abkühlen lassen, fertig.

Ebenfalls wichtig beim Betrieb ist das Thema Platz. Cosori empfiehlt 13 cm Abstand nach hinten und oben. Das ist ein Punkt, der in vielen Küchen scheitert, weil Airfryer oft unter Hängeschränken landen. Auch hier kommt die kompakte Bauweise zum Tragen, denn unsere Hängeschränke sind vergleichsweise niedrig aufgehängt, die Maschine hat trotzdem genügend Platz.
Wie schon gesagt, hat die Maschine eine Kapazität von 6,2 Litern. Das ist eine Größe, die für viele Haushalte passt, solange man sich daran hält, den Korb nicht bis oben vollzustopfen. Man muss sich halt im Klaren sein, dass die Dinger im Innenraum auch irgendwo Platz für zirkulierende Luft haben müssen, sonst ist das Ergebnis nicht das, was man erwartet. Großfamilien, die komplett auf den Airfryer setzen, sollten eher eine Nummer größer in Erwägung ziehen. Das wäre dann die 10,8 Liter Variante, die auch Caschy im Test hatte.
Praxiserfahrung & App
Technisch setzt Cosori auf einen DC-Motor mit bis zu 3.600 U/min. Dadurch soll eine gleichmäßigere Luftbewegung erzeugt werden, damit knusprigere und bessere Ergebnisse entstehen. Gleichzeitig verspricht Cosori auch eine erhöhte Geschwindigkeit. Bis zu 28 Prozent schneller als herkömmliche Wechselstrom-Ventilatorsysteme gibt man an. Solche Herstellervergleiche nimmt man besser grundsätzlich als Hinweis und nicht als Garantie, aber theoretisch ist das schon eine logische Folge. Denn mehr und konstanterer Luftstrom kann Zeit sparen oder zumindest die Gleichmäßigkeit verbessern.

Dazu kommt mit TurboBlaze ein System mit fünf Lüfterstufen. Im Alltag ist das dann interessant, wenn man nicht nur volle Pulle fahren will. Langsamerer Luftstrom kann bei größeren Fleischstücken oder sensibleren Speisen helfen, während hoher Airflow bei Pommes, Wings oder panierten Sachen typischerweise wesentlich besser ist.

Das Teil selbst bringt sechs Presets mit, die man über das Touchpanel ansteuern kann: Airfry, Roast, Bake, Dry, Proof, Reheat
Dazu gibt es einen Shake-Reminder, der aber nur im Airfry-Modus funktioniert. Das ist okay, aber man sollte es wissen, weil manche sich daran gewöhnen, dass das Gerät immer ans Schütteln des Essens erinnert, was einfach nicht der Fall ist.

Cosori hat sich beim Design der Maschine auch Gedanken um die Oberflächentemperatur gemacht. Man mischt heiße und kühle Luft außerhalb der Kammer, um die Oberfläche kühler zu halten. Genannt wird eine maximale Oberflächentemperatur von 60 °C während des Kochens. Das ist in der Praxis tatsächlich ein Mehrwert, denn andere Airfryer werden seitlich und oben schon ordentlich warm.
Kommen wir zur App, denn die Iconic lässt sich wie andere Modelle des Herstellers auch mit VeSync koppeln. In der App kann man Kochprogramme, Zeit und Temperatur einstellen. Dazu gibt es Rezepte, Planung (auch eine Einkaufsliste) und eine Lebensmitteltabelle. Wer nun denkt, man kann hier alles Hands-free erledigen, muss sich mit einem kleinen Manko begnügen (Sicherheit und so). Selbst wenn man am Smartphone startet, muss man am Gerät noch einmal Start drücken (IEC-Standard).
Ein weiteres App-Feature (“Chef Mode”), mit dem auch die Lüfterstufe angepasst werden kann, ist für Januar 2026 angekündigt. Das klingt nach einem sinnvollen Upgrade, sollte aber kein Kaufargument sein. Kaufen sollte man ein Gerät immer für das, was es heute kann und nicht für das, was vielleicht per App/Firmware-Update noch kommt.

Doch kommen wir mal zu den Ergebnissen aus dem Ding. Ich habe mit dem Teil Brot gebacken, Gemüse und Fisch gegart, Hähnchen gebacken und vieles mehr. Natürlich durften auch die Pommes nicht fehlen. Das Ergebnis war immer tadellos. Aber wie gesagt: Wer den Korb bis obenhin mit Pommes vollkracht, muss damit rechnen, dass die Pommes in der Mitte länger dauern oder eben nicht ganz so knusprig werden wie der Rest.
Fazit
Die Cosori Iconic Single positioniert sich klar als die etwas hochwertigere Heißluftfritteuse. Edelstahl, wo das Auge hinsieht, PFAS-freie Keramikbeschichtung im Korb, starker DC-Motor, TurboBlaze und App-Anbindung sind mit an Bord und das vor allem alles in einer verdammt kompakten Hülle. Viel wichtiger jedoch ist, dass die Ergebnisse einwandfrei sind. Obacht: Das sind sie aber auch bei den Modellen von Cosori, die im Angebot nur die Hälfte kosten.
Ob das am Ende die 249 Euro UVP rechtfertigt, muss jeder selbst wissen. Die Richtung stimmt aber. Wenn man Wert auf weniger Plastik, mehr Hygiene-Gefühl und ein hochwertigeres Küchengerät legt, ist die Iconic Single ein Modell, das man sich anschauen sollte. Ab Anfang Januar wird das Teil ausgeliefert.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

6 days ago
5


