Claude greift ChatGPT an: Anthropic integriert Slack, Figma und Asana direkt in den KI-Chat

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Anthropic integriert beliebte Arbeitstools wie Asana, Figma und Slack als interaktive Apps direkt in Claude. Die Erweiterung basiert auf dem offenen Model Context Protocol.

Werkzeuge wie Asana, Figma, Slack und weitere öffnen sich ab sofort als interaktive Anwendungen direkt im Chat. Nutzer sollen Ergebnisse visuell sehen, erkunden und verfeinern können, ohne zwischen Tabs wechseln zu müssen.

Zum Launch stehen neun interaktive Integrationen bereit, darunter bekannte Anwendungen wie Asana für Projektmanagement, Figma für visuelle Diagramme in FigJam, Canva für Präsentationsdesign und Slack für Nachrichtenentwürfe. Die beiden Screenshots zeigen die Integrationen von Figma und Canva.

 AnthropicCanva in Claude. | Bild: Anthropic
Figma in Claude. | Bild: Anthropic

Weitere Integrationen umfassen Amplitude für Analytics-Charts, Box für Dateisuche und Dokumentenvorschau, Clay für Unternehmensrecherche und Outreach, Hex für Datenanalyse mit interaktiven Charts sowie monday.com für Projektverwaltung. Salesforce soll demnächst folgen und Enterprise-Kontext mit Agentforce, Data 360 und Customer-360-Apps in Claude bringen.

Offener Standard MCP als Grundlage

Die technische Grundlage bildet das von Anthropic entwickelte und mittlerweile als offener Standard veröffentlichte Model Context Protocol (MCP), ein offener Standard für die Verbindung von Tools mit KI-Anwendungen. MCP Apps ist eine neue Erweiterung, die es jedem MCP-Server ermöglicht, interaktive Oberflächen in unterstützenden KI-Produkten bereitzustellen, auch außerhalb von Claude.

Die interaktiven Apps sind ab sofort auf claude.ai/directory verfügbar, auf Web und Desktop für Pro-, Max-, Team- und Enterprise-Pläne. Die Integration in Claude Cowork soll folgen.

Vom Chatbot zur Arbeitsplattform: OpenAI verfolgt ähnliche Strategie mit ChatGPT

Vor kurzem hatte OpenAI auf seinem Dev Day eine vergleichbare Richtung eingeschlagen. Mit dem neuen Apps SDK macht das Unternehmen ChatGPT zur interaktiven Plattform für Drittanbieter-Apps. Anwendungen erscheinen dort ebenfalls direkt im Chat und können dynamisch mit dem Modell interagieren. Zum Start waren Apps von Booking.com, Canva, Coursera, Expedia, Figma, Spotify und Zillow verfügbar.

Beide Unternehmen setzen auf das Model Context Protocol als technische Grundlage. Die Richtung ist dieselbe: KI-Assistenten sollen von reinen Chatbots zu vollwertigen Arbeitsplattformen werden.

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