Bose SoundTouch: Cloud-Abschaltung auf Mai verschoben, lokale Nutzung bleibt möglich

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Im Oktober 2025 kündigte Bose das Ende der Cloud-Unterstützung für die SoundTouch-Reihe an. Offenbar gab es daraufhin reichlich Rückmeldungen von Besitzern der Hardware, denn der Hersteller passt den Zeitplan an. Statt wie ursprünglich geplant im Februar, wird der Cloud-Stecker nun erst am 6. Mai 2026 gezogen. Das gibt Anwendern etwas mehr Zeit für den Übergang.

Die SoundTouch-App erhält zum Stichtag im Mai automatisch eine Aktualisierung. Diese Version macht die Anwendung unabhängig von der Cloud und stellt auf eine rein lokale Steuerung um. Ein manuelles Eingreifen ist dabei nicht nötig, das Update installiert sich beim Öffnen der App selbstständig, sofern das Gerät im gleichen WLAN ist.

Für Besitzer der Lautsprecher ändert sich in der täglichen Nutzung einiges, aber die Geräte werden nicht komplett unbrauchbar. Weiterhin möglich bleibt das Streaming über Bluetooth, AirPlay sowie via Spotify Connect. Auch der klassische AUX-Eingang funktioniert noch, ebenso wie HDMI oder optische Verbindungen bei Soundbars. Die App dient künftig noch dazu, Systeme einzurichten, Lautsprecher zu koppeln und Grundfunktionen wie Lautstärke oder Play/Pause zu steuern. Auch Multiroom-Gruppen lassen sich weiterhin erstellen.

Wegfallen werden hingegen die beliebten Presets. Die Stationstasten am Gerät und in der App verlieren ihre Funktion. Auch das Suchen und Abspielen von Musikdiensten direkt innerhalb der SoundTouch-App ist dann Geschichte. Wer Radio hören will, muss auf Apps wie TuneIn ausweichen und den Ton via AirPlay oder Bluetooth an den Lautsprecher senden. Spotify-Nutzer verwenden direkt die Spotify-App. Wer seine Presets behalten will, muss sich die Playlists manuell notieren und in den jeweiligen Apps der Streaminganbieter als Favoriten anlegen.

Bose weist zudem explizit darauf hin, dass es keine Software- oder Sicherheitsupdates mehr geben wird. Es wird empfohlen, die Geräte noch vor dem 6. Mai über die noch funktionierende Cloud-Anbindung auf den neuesten Firmware-Stand zu bringen. Danach ist der Update-Server nicht mehr erreichbar. Zudem sollten die Lautsprecher nur noch in sicheren, privaten Netzwerken betrieben werden. Nutzerdaten, die mit SoundTouch verknüpft sind, löscht der Hersteller bis zum 15. Mai 2026.

Für Entwickler stellt Bose die API-Dokumentation bereit, sodass theoretisch unabhängige Lösungen entstehen könnten, um die Hardware mit eigenen Tools anzusteuern. Wer also noch SoundTouch-Hardware im Haus hat, kann diese als reine Abspielgeräte im lokalen Netzwerk weiterverwenden, verliert aber den Komfort der integrierten Cloud-Dienste und der Preset-Tasten.

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