Blick ins Heft c’t 5/2026: Windows 11 produktiv einrichten

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Die Bedienoberfläche von Windows 11 erinnert ans Bäumchen-Wechsel-Dich-Spiel. Weil sich ständig so viel ändert, fühlt sich auch der Einsatz von Windows 11 wie ein ständiger Umstieg an. Deshalb haben meine Kollegen, obgleich das Betriebssystem schon einige Jahre auf dem Buckel hat, eine Menge Tipps zum Umstieg zusammengetragen.

Besonders hilfreich finde ich die Sammlung von Shortcuts. Leider kennt Windows 11 derart viele Tastenkombinationen, dass ich am Auswendiglernen gescheitert bin. Zum Glück haben meine Kollegen die wichtigen Kombis mit der Windows-Taste dokumentiert. Mein häufigster Shortcut ist wahrscheinlich Windows+L, nämlich dann, wenn ich Kaffee hole oder den Schreibtisch für eine Besprechung verlasse. Auch oft genutzt: Windows+X für das Admin-Menü und Windows+1, womit sich die in der Taskleiste ganz links liegende Anwendung öffnet. Welche Tastenkombinationen bevorzugen Sie bei der PC-Arbeit?

Sagen wir, wie es ist: Windows 11 ist erfreulich ausgereift, zumindest soweit es Treiber und Anwendungen betrifft. Denn die laufen unter Windows 11 genauso stabil, schnell und problemlos wie unter Windows 10. Wenn es allerdings um die Bedienoberfläche geht, ist Windows 11 eine Dauerbaustelle.

(Bild: Martina Bruns / KI / heise medien)

Selbst bei essenziellen Bedienelementen muss man jederzeit mit Umbauten rechnen. So verkündete Microsoft im November 2025, mal eben das Aussehen des Startmenüs umkrempeln zu wollen. Verhindern lassen sich solche Änderungen nicht, denn sie kommen via Windows Update und im selben Paket stecken dann unverzichtbare Sicherheitsupdates.

Alle in unserem Schwerpunkt genannten Tipps und Tricks gelten für Windows 11 in den Versionen 24H2 und 25H2. Doch egal, welche der beiden Versionen bei Ihnen läuft: Bleiben Sie jeweils dabei, bis der Support ausläuft. Denn neuere Versionen bringen Funktionen mit, die den Vorgängern fehlen – ob die ausgereift sind, steht auf einem anderen Blatt.

Microsoft macht mittlerweile keinen Hehl mehr daraus, dass Sie als Beta-Tester dienen, also als jemand, der unausgereifte Vorabversionen von Windows prüft. In Kneipendiskussionen und Foren wurde das schon immer gern behauptet. Doch mittlerweile gibt es eine Bestätigung von unerwarteter Seite: Windows selbst sagt es. Wo genau, erfahren Sie in unserem Einleitungsartikel.

Die Oberfläche ist übrigens das Einzige, was an Windows 11 wirklich anders ist als beim Vorgänger. Unter der Haube sind es bloß zwei Entwicklungsstände desselben Betriebssystems. Die neue Oberfläche war nicht mal neu, sondern ein Überbleibsel des 2020 angekündigten, dann aber doch nie erschienenen „Windows 10X“. Bei dem handelte es sich um eine spezielle Windows-Version für das ebenfalls nie erschienene „Surface Neo“, ein Touchgerät mit zwei Bildschirmen. Das ist auch der Grund, warum sich Windows 11 an manchen Stellen komisch anfühlt. Dass ein ähnlicher Versuch schon bei Windows 8 schiefgegangen war, interessierte die Entscheider bei Microsoft offenbar wenig.

Doch mal positiv gedacht: Kompatibilitätsprobleme von Treibern und Anwendungen brauchen Sie beim Umstieg nicht zu fürchten. Was unter Windows 10 lief, funktioniert auch unter Windows 11. Das neue Windows sieht nur dank der anderen Oberfläche anders aus als sein Vorgänger. Und unser Schwerpunkt kann Ihnen helfen, besser damit zurechtzukommen.

Sie ist eine der berühmtesten Katzen der Geschichte, die nie existiert hat. Exakt 100 Jahre ist es her, dass Erwin Schrödinger das Herzstück der Quantenphysik entwickelt hat: die nach ihm benannte Schrödingergleichung und eben auch Schrödingers Katze.

Zum Glück nicht Schrödingers Katze, sondern das Thermobild einer sehr netten, sehr lebendigen Spezie.

Die Quantenphysik ähnelte zu jener Zeit einem Gemischtwarenladen. Licht verhielt sich manchmal wie eine Welle, manchmal wie ein Teilchen. Objekte, die man für Teilchen gehalten hatte, zeigten wellenartiges Verhalten. Physiker Schrödinger schlug deshalb ein neuartiges Objekt vor, die Wellenfunktion ψ, und leitete eine Gleichung her. Die beschrieb, wie sich die Wellenfunktion eines Objekts mit der Zeit im Raum ausbreitet.

Allerdings führte diese Schrödingergleichung zu hitzigen Diskussionen unter führenden Wissenschaftlern. Frustriert formulierte Schrödinger deshalb ein Gedankenspiel, um die Absurdität der gängigen Interpretationen auf die Spitze zu treiben. Diese Überlegung wurde berühmt als Schrödingers Katze: Diese steckt mit einer Giftflasche und einem radioaktiven Atom in einer Box. Zerfällt das Atom, zerstört ein Mechanismus die Flasche und die Katze stirbt. Wenn nicht, bleibt sie am Leben. Ist das Atom aber in einer Superposition aus zerfallen und nicht zerfallen, müsste auch die Katze tot und gleichzeitig lebendig sein.

Schrödinger wollte zeigen: Wenn Physiker eine Theorie entwickelt haben, in der halb-tote-halb-lebendige Katzen möglich sind, dann muss an dieser Theorie oder ihrer Interpretation etwas faul sein. Meine Kollegin Sabrina Patsch beschäftigt sich in ihrem Artikel mit der Frage, was an der Theorie nicht stimmt.

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Ich konnte jüngst in einem Workshop einiges zum Datenjournalismus lernen. Ein spannendes Handwerk, das tiefe Einblicke und schicke Grafiken erzeugen kann, aber leider auch ganz viel Zeit schluckt. Man lande bei Recherche und Datenauswertung schnell in einem Rabbit Hole, warnte uns die Seminarleiterin. Ich wusste sofort, was sie meint.

Was ich vor allem mitgenommen habe, ist die Herangehensweise: Anhand eines alltäglichen Problems ergibt sich eine Frage, die viele Menschen bewegt. Und die sollten wir als Journalisten mit ein wenig (oder etwas mehr) Datenrecherche fundiert beantworten können.

Die rechte Grafik zum BSE-Befall in Großbritannien wurde farblich stark vereinfacht. Dadurch entstand der unsinnige Vergleich zu Brexit-Wählern – die Grenze zu Fake-News sind fließend.

Es geht also nicht darum, einen riesigen Datenfundus zu durchforsten und sich Teile herauszupicken. Stattdessen lassen sich mit sinnvollen Fragen hilfreiche Tipps herleiten und aktuelle Diskussionen visuell begleiten. Das führt womöglich nicht immer zum Ziel und man kann mit einer falschen Visualisierung – absichtlich oder versehentlich – Unsinniges suggerieren. So wie mit den oben gezeigten zwei Grafiken, die links die Wahlergebnisse des Brexit 2016 und rechts den BSE-Befall aka Rinderwahn in Großbritannien im Jahr 1992 gegenüberstellen. Die rechte Grafik wurde farblich stark vereinfacht und ließ viele Briten stöhnen und lachen zugleich.

Gut gemacht kann eine Datenvisualisierung dagegen echte Erkenntnisse liefern.

(uk)

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