Baden-Württemberg: Smartphone-Nutzung an Schulen soll eingeschränkt werden

9 months ago 9

Die Smartphone-Nutzung an Schulen ist immer wieder ein Thema, das für Kontroversen sorgt. Einerseits kann es sinnvoll sein, die Geräte in den Unterricht einzubeziehen, damit die Kinder und Jugendlichen lernen, mit den Geräten mehr zu tun, als das nächste Mobile Game zu starten. Andererseits besteht immer die Gefahr, dass die mobilen Endgeräte im Unterricht für Ablenkungen sorgen oder gar für Cybermobbing zum Einsatz kommen. In Baden-Württemberg will man deswegen die Nutzung von Smartphones an Schulen deutlich beschränken.

So hat die dort zuständige Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) mitgeteilt, dass eine gesetzliche Regelung geplant sei, die auch den Umgang mit Smartphones an allen Schulen im Bundesland klar definieren solle. Die Politikerin argumentiert, dass die negativen Auswirkungen der Smartphone-Nutzung hinreichend belegt seien. So könnten die Geräte in der Schule die Konzentrationsfähigkeit und das Lernvermögen beeinträchtigen. Offen ist aber noch, wie genau die Regeln da Abhilfe schaffen sollen.

Aktuell sieht es so aus, dass jede Schule eigene Regeln aufstellen kann. Was in der einen Schule also erlaubt sein kann, kann in der nächsten untersagt werden. Zum Beispiel legen viele Schulen mittlerweile fest, dass Smartphones auch in den Pausen verboten sein können.

Laut SWR räumt Schopper aber ein, dass die Nutzung der Smartphones im Unterricht weiterhin erfolgen solle – aber eben nicht privat, sondern als Werkzeug fürs Lernen. Der größte Teil der Verantwortung lastet ansonsten auf den Schultern der Eltern. Diese müssten außerhalb des schulischen Raums sicherstellen, dass die Kinder ihre Geräte verantwortlich nutzen.

Am Ende sieht es natürlich so aus: Smartphones sind weder per se „gut“ noch „schlecht“. Es kommt darauf an, wie der Mensch sie nutzt. Kinder und Jugendliche müssen dafür die richtigen Medienkompetenzen entwickeln. Bedauerlicherweise fehlen diese aber auch schon vielen erwachsenen Menschen. Daher sieht sich hier eben die Politik unter Zugzwang, um die Rahmenbedingungen zumindest in Schulen zu verbessern.

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