
Wer kennt das nicht: Die Mediathek in Apples Fotos-App platzt aus allen Nähten, weil man vom selben Motiv zig Aufnahmen gemacht hat, um später das Beste auszuwählen. Meistens bleibt es beim Vorsatz, und die Speicherbelegung wächst munter weiter. Ein Entwickler hatte genau dieses Problem mit seiner 500 GB großen Sammlung und hat sich kurzerhand ein eigenes Werkzeug dafür gebastelt. Das Ergebnis ist eine App, die Apples Vision-Framework nutzt, um ähnliche Fotos zu gruppieren und qualitative Bewertungen vorzunehmen.
Der Ansatz unterscheidet sich von vielen anderen Helferlein, die oft nur stupide auf Metadaten wie den Zeitstempel oder das Histogramm schauen. Hier kommt lokale KI zum Einsatz, die Fokus, Gesichtsausdruck und andere Kriterien bewertet, um automatisch das vermeintlich beste Bild einer Serie vorzuschlagen. Das Ganze läuft komplett auf dem Mac, es werden also keine Daten in die Cloud geschoben. Der Entwickler gibt an, dass er den Vorschlägen der Software in etwa 90 Prozent der Fälle zustimmen konnte. So ließ sich die eigene Bibliothek in wenigen Stunden um 150 GB erleichtern.
Die Bedienung ist dabei auf Effizienz getrimmt und lässt sich per Tastatur steuern, sodass man sich zügig durch die Vorschläge arbeiten kann. Wer mutig ist oder weniger wichtige Alben bereinigen will, kann auch einen Autopiloten nutzen und am Ende nur den Papierkorb kontrollieren. Die App merkt sich zudem den Fortschritt, falls man die Aufräumaktion unterbrechen muss. Wer also schon länger vorhatte, mal wieder Ordnung in die digitale Fotosammlung zu bringen und bisher an der schieren Menge gescheitert ist, sollte sich das Tool vielleicht mal ansehen. Der Entwickler denkt übrigens schon laut über weitere Funktionen nach, etwa das nachträgliche Komprimieren von Videos, um noch mehr Platz zu schaffen.
Die App kostet aktuell 5,99 Euro. Muss man das investieren? Nun. Reine Duplikate kann iOS schon lange aufspüren – und macOS auch. Hier ist das halt nett mit den ähnlichen Fotos. Alternativ kann ich euch auch Reclean ans Herz legen.
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