Auch Nothing-Smartphones werden 2026 teurer

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Wer 2026 auf sinkende Preise bei Technik hofft, muss sich wohl auf eine Enttäuschung einstellen. Über lange Zeit galt in der Branche die Faustregel, dass Komponenten wie Speicher und Bildschirme mit der Zeit günstiger werden, was bessere Hardware zum gleichen Preis ermöglichte.

Dieses Modell funktioniert derzeit nicht mehr, so auch Carl Pei, früher bei OnePlus und heute bei Nothing. Schuld daran ist ein massiver Anstieg der Speicherpreise, der die Kalkulation der Hersteller über den Haufen wirft. Der Grund liegt in der veränderten Nachfrage durch künstliche Intelligenz. Der gleiche Speicher, der in Smartphones verbaut wird, ist nun auch kritisch für KI-Rechenzentren. Da sich Hyperscaler die Kapazitäten bei den Wafern auf Jahre im Voraus sichern, konkurrieren Smartphones jetzt direkt mit der Infrastruktur für den KI-Boom.

Das treibt die Preise. In einigen Fällen haben sich die Speicherkosten bereits verdreifacht. Schätzungen gehen davon aus, dass Speichermodule, die vor einem Jahr noch unter 20 Dollar (ca. 18,40 Euro) kosteten, bis Jahresende bei Top-Modellen über 100 Dollar (ca. 92,00 Euro) liegen könnten. Speicher wird damit zu einem der teuersten Einzelteile im Gerät.

Für die Hersteller bedeutet das eine schwierige Entscheidung: Entweder werden die Preise angehoben, teilweise um 30 Prozent oder mehr, oder die Ausstattung muss beschnitten werden. Das bisherige Konzept, immer mehr Leistung für weniger Geld anzubieten, ist so nicht mehr tragbar.

Gerade im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment könnte der Markt dadurch um gut 20 Prozent schrumpfen. Nothing bestätigt, dass die Preise im eigenen Portfolio steigen werden, insbesondere da im ersten Quartal Produkte auf UFS 3.1 aktualisiert werden. Man sieht sich dort dennoch gut aufgestellt, da der Fokus weniger auf reinen Datenblättern und mehr auf der Nutzererfahrung und dem Design liege. Das reine Wettrüsten der Spezifikationen dürfte angesichts der Kosten für Silizium vorerst ein Ende finden.

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