
Der Winter steht vor der Tür und die Heizkosten steigen. Da lohnt sich wieder der Blick auf smarte Heizkörperthermostate wie das neue Aqara Radiator Thermostat W600. Ich habe das Modell in Kombination mit dem Aqara Hub M100 ausprobiert und geschaut, wie es sich im Alltag schlägt.
Design und Verarbeitung
Das W600 macht beim Auspacken einen wertigen Eindruck. Das kompakte, mattweiße Gehäuse wirkt modern und fügt sich unauffällig in jedes Zimmer ein. Die Verarbeitung ist solide und vollkommen in Ordnung. Besonders die Metall-Mutter zur Befestigung am Ventil hebt sich positiv von vielen günstigen Thermostaten mit Plastikgewinde ab. Findet man leider nicht überall. Das Display ist hell, scheint durch das Gehäuse durch, ist gut ablesbar und zeigt neben der Zieltemperatur auch andere Statussymbole an. Die Bedienung erfolgt über einen stabilen und nicht wackelnden Knopf und einen angenehm laufenden Drehregler. Das fühlt sich alles ziemlich wertig an. Über die Jahre hatte ich Kandidaten im Test, die wesentlich billiger wirkten.

Im Lieferumfang sind neben dem Thermostat auch sechs Adapter enthalten, sodass das Thermostat auf die meisten gängigen Heizkörperventile in Deutschland und Europa passt (u. a. Danfoss, Caleffi, Giacomini, Oventrop). Die Montage ist damit unkompliziert und schnell erledigt.

Installation und Einrichtung
Die Installation ist zügig erledigt und verlief bei mir problemlos. Wer nicht das passende Ventil am Heizkörper hat, installiert einen Adapter und muss dann nur noch das Thermostat aufschrauben. Nach dem Einschalten kalibriert sich das W600 per Knopfdruck automatisch und ist bereit für die Integration ins Smart Home. Da wir es hier mit einem Matter-Thermostat (unterstützt auch Zigbee 3.0) zu tun haben, könnt ihr euch aussuchen, wo ihr das Teil einbinden wollt. Google, Alexa, Apple Home, Aqara, Home Assistant, alles ist möglich. Der Prozess ist dabei immer derselbe. Neues Gerät hinzufügen, eventuell Gerät auswählen (Aqara), den Matter-Code eingeben oder Barcode scannen, Raum auswählen, fertig. Nach einem kurzen Moment ist das Teil dann in der Smart-Home-Steuerung verfügbar.

Im Alltag: Leise, präzise, zuverlässig
Im Alltag macht das Thermostat, was es soll, nämlich die Heizung regeln. Die Temperatur lässt sich in 0,5-°C-Schritten einstellen. Das Ventil arbeitet außerdem sehr leise (unter 30 dB) und reagiert zügig auf Befehle. Selbst im Schlafzimmer ist das Motorengeräusch kaum wahrnehmbar. Das ist nicht selbstverständlich.

Die Thermostate von Bosch sind da deutlich lauter. In der Aqara-App selbst hat man viele Möglichkeiten zur Einstellung. Mit dabei sind Heizpläne mit bis zu sieben Zeitfenstern pro Tag, separate Profile für verschiedene Räume. Fenster-Offen-Erkennung (pausiert die Heizung bei plötzlichem Temperaturabfall), Frostschutz und Kindersicherung. Die Temperaturmessung ist präzise und kann bei Bedarf per Offset angepasst oder mit einem externen Aqara-Temperatursensor kombiniert werden. Im Test gab es keine Verbindungsabbrüche im Betrieb, alle Befehle wurden zuverlässig umgesetzt.

Zur Laufzeit des Akkus verspricht Aqara bis zu zwei Jahre mit AA-Batterien. Das konnte ich im Test natürlich nicht ausreizen. Der Batteriestand wird aber im Display und in der App angezeigt. Im Alltag ist das Display nur beim Verstellen aktiv, was Energie spart.
Generell liefert Aqara das, was man erwartet. Nicht mehr und nicht weniger. Da unterscheidet man sich vom Feature-Set aber auch nicht von anderen Marken.
Das Fazit
Das Aqara Thermostat W600 überzeugt mit leisem Betrieb, hochwertiger Verarbeitung, präziser Steuerung und ordentlicher Kompatibilität. Wer schon Aqara-Produkte nutzt oder ein Matter-fähiges Smart Home aufbauen will, bekommt hier ein rundes Gesamtpaket. Das Aqara W600 liegt aktuell bei rund 50 Euro. Für die gebotene Leistung und Flexibilität ist das ein fairer Preis.
Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

2 weeks ago
9


