Apple greift die EU-Regulierung an

2 months ago 4

Die Auseinandersetzung zwischen Apple und der EU geht in die nächste Runde. Der iPhone-Hersteller hat laut Bloomberg heute vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg Beschwerde gegen den Digital Markets Act (DMA) eingereicht. Apples Anwalt kritisierte die neuen EU-Regeln als übermäßig belastend für das Unternehmen. Das Unternehmen wehrt sich besonders gegen drei Aspekte: Die Verpflichtung zur Interoperabilität mit Hardware anderer Hersteller, die Einbeziehung des App Stores unter die DMA-Regeln und eine Untersuchung des Messaging-Dienstes iMessage.

Die EU-Kommission konterte die Vorwürfe. Ihr Anwalt argumentierte, Apple habe durch die komplette Kontrolle über das iPhone-Ökosystem überdurchschnittliche Gewinne erwirtschaftet und mehr als ein Drittel der europäischen Smartphone-Nutzer an sich gebunden.

Die Sache hat ja eine ewig lange Vorgeschichte: Im April kassierte Apple eine Strafe von 500 Millionen Euro, weil das Unternehmen gegen DMA-Auflagen verstoßen haben soll. Zuvor hatte die EU-Kommission bereits eine Strafe von 1,8 Milliarden Euro wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens bei Musik-Streaming-Apps verhängt.

Apple ist nicht allein betroffen – auch Google, Microsoft, Amazon, Meta, ByteDance und Booking Holdings fallen unter die neuen Regeln. Die Beschwerde von Apple gilt aber als bisher schärfster Angriff auf den DMA. ByteDance war mit einer ähnlichen Klage gegen die Einbeziehung von TikTok bereits gescheitert.

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