Zattoo TV-Streaming-Report 2026: Internetfernsehen hängt Kabel ab

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Der aktuelle TV-Streaming-Report von Zattoo für das Jahr 2026 zeigt einen Umbruch auf dem deutschen Markt. Erstmals landet das Internet als Empfangsweg vor dem klassischen Kabelanschluss. Satellit und Kabel verlieren weiter an Boden, während 54 Prozent der Haushalte mittlerweile auf IPTV oder Streaming-Dienste setzen. Schaut man sich den primären Empfangsweg an, liegt TV-Streaming mit 31 Prozent deutlich vor Kabel mit 23 Prozent und Satellit mit 22 Prozent. IPTV kommt in dieser Auswertung auf 19 Prozent.

Die Vorbehalte gegenüber der Technik schwinden wohl. Nur noch vier Prozent der Befragten sorgen sich um die Stabilität der Leitung oder eine komplizierte Einrichtung. Auch das Preisargument zieht weniger als früher. Dafür rückt ein neues Problem in den Fokus, denn jeder zehnte Nichtnutzer fühlt sich von der Flut an Apps und Abos schlicht erschlagen. Die Orientierung im Streaming-Dschungel wird zur neuen Hürde.

Live-TV bleibt trotz der Mediatheken-Schwemme beliebt und wächst im Streaming-Bereich von 31 auf 36 Prozent. YouTube führt das Feld der Online-Videoangebote mit 59 Prozent weiterhin an, während die Mediatheken der Sender auf 51 Prozent zulegen. Klassisches Video-on-Demand klettert leicht auf 32 Prozent. Dass lineares Fernsehen so schnell nicht stirbt, zeigt die Prognose der Nutzer, von denen 76 Prozent glauben, auch in fünf Jahren noch Live-Inhalte zu verfolgen.

In den Wohnzimmern dominiert der Smart-TV das Geschehen. Mit 67 Prozent ist der große Bildschirm das wichtigste Gerät für Streaming-Inhalte. Laptops, PCs und Smartphones liegen mit jeweils 28 Prozent weit dahinter, gefolgt vom Tablet mit 23 Prozent. Die Nutzung wird dabei insgesamt sprunghafter. 28 Prozent der Anwender buchen Dienste nur noch zeitweise für bestimmte Events oder Serien. Finanzieller Druck führt bei 19 Prozent zu Kündigungen, wobei viele Nutzer danach zu günstigeren oder kostenlosen Alternativen abwandern – verständlich, schaut man sich das Marktgeschehen an. Die Bindung an einzelne Anbieter nimmt ab, was auch die hohe Wechselbereitschaft von rund einem Viertel der Befragten unterstreicht.

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