Gaming im 1. Quartal 2026: Single-Player-Spiele leben noch

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Im ersten Quartal 2026 haben zwar Dauerbrenner wie Roblox für die höchsten Einnahmen im Gaming-Markt gesorgt, dennoch hat sich deutlich gezeigt: Singleplayer-Spiele leben noch und es gibt auch einen Markt für hochkarätige Titel. Die Industrie hatte sie ja schon mehrfach totgesagt, doch Veröffentlichungen wie „Crimson Desert“ oder „Resident Evil Requiem“ haben bewiesen, dass viele Spieler zuschlagen, wenn man ihnen entsprechende Qualität liefert.

Das gilt ja auch für das kürzlich erschienene „007 First Light“, das sich ebenfalls bisher hervorragend verkauft hat. Die Marktforscher von S&P Global Market Intelligence (via GamesIndustry) vermerken aber erstmal im 1. Quartal 2026 in der Gaming-Branche eine Steigerung der Einnahmen durch Spiele um 3,6 % im direkten Vergleich mit dem 1. Quartal 2025. 54,14 Mrd. US-Dollar sind da geflossen. Hardware hat man nicht einbezogen, wohl aber neben den Spieleverkäufen auch In-Game-Transaktionen und Kosten für Abonnements.

Tencent ist dabei der größte Publisher geblieben und konnte 9,6 Mrd. US-Dollar einnehmen – eine Steigerung um 8,6 % im Jahresvergleich. NetEase, ebenfalls ein Anbieter aus China, steigerte sich sogar um 12,3 % – auf 3,62 Mrd. US-Dollar. Dagegen wirkt Capcom mit 451,8 Mio. US-Dollar zwar wie ein kleiner Player, konnte aber dafür seine Einnahmen um satte 89,8 % steigern. Das liegt am bereits erwähnten Erfolg von „Resident Evil Requiem“. Pearl Abyss steigerte seine Einnahmen gar um sagenhafte 468,6 % – auf 328,1 Mio. US-Dollar. So konnte man sein Singleplayer-RPG „Crimson Desert“ über 5 Mio. Mal absetzen.

Die Analysten verweisen darauf, dass die größten Stücke des Kuchens aber eben immer noch an eine kleine Riege von Publishern mit Live-Service-Dauerbrennern und einer starken Präsenz in China gehen. Mit Roblox etwa wurden 1,44 Mrd. US-Dollar eingenommen, was einer Steigerung um 39,3 % entspricht. Aber auch Nintendo konnte sich etwa aufrappeln und erreichte im 1. Quartal 2026 Einnahmen von 1,31 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 37,7 %. Verantwortlich war unter anderem der Überraschungshit „Pokémon Pokopia“.

Sony zum Beispiel wuchs nur um 6,3 % und nahm 2,87 Mrd. US-Dollar ein. Allerdings sah es da nicht alles rosig aus, denn man musste durch die Übernahme von Bungie inzwischen einen Verlust von 765 Mio. US-Dollar abschreiben. Eine Investition, die sich also nicht rentieren konnte. Ubisoft wiederum musste mit Einnahmeeinbußen von 48,7 % leben, was auch daran liegt, dass 2025 im 1. Quartal 2026 „Assassin’s Creed Shadows“ erschienen ist. Auch für die Embracer Group und Sega sah es mau aus, denn ihre Einnahmen sanken um jeweils 35 bzw. 16,7 %.

Spannenderweise ist vor allem der schon oft totgesagte PC als Plattform gewachsen – um 7,8 %. Der Marktanteil ist von 21,5 auf 22,4 % geklettert – bei 12,11 Mrd. US-Dollar Umsatz. Was manchen Leser überraschen wird: Spielekonsolen sind nicht nur deutlich weniger gewachsen, nur um 1,3 %, sondern erreichten auch geringere Umsätze mit Games – 9,81 Mrd. US-Dollar.

Der größte Gaming-Bereich bleibt jedoch Mobile. Hier wurden 30,53 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet und das Wachstum betrug 2,5 %.

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