Microsoft war aus technischer Sicht eigentlich vielversprechend in diese Konsolengeneration gestartet: Die Xbox Series X bietet etwas mehr Leistung als die Sony PlayStation 5 und obendrein konnte man direkt zum Launch einige Funktionen wie VRR, 1440p-Bildausgabe und einen korrekten Wechsel zwischen SDR und HDR bieten, die Sony erst mühsam nachreichen musste. Viel des guten Willens verspielte man dann jedoch im Laufe dieser Generation. In Zukunft soll es anders werden: Gerüchte verraten etwas mehr über die nächsten Spielekonsolen der Redmonder.
Aktuell liegt es geradezu im Trend, die Xbox-Marke zu bashen. Microsoft macht es einem tatsächlich einfach, denn die letzten Preiserhöhungen des Game Pass, massenhafte Entlassungen und Einstampfungen von Games wie dem Remake zu „Perfect Dark“ sind allesamt Hiobsbotschaften. Und mancher Fanboy wird auch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, als dann auch noch „Halo“ für die PlayStation 5 angekündigt worden ist. Dennoch scheint Microsoft eine Zukunft in Xbox-Konsolen zu sehen – allerdings völlig anders als bisher.
Laut Windows Central werde die nächste Xbox in der Tat ein vollwertiges Windows als Betriebssystem nutzen und näher an klassische Gaming-PCs rücken. Allerdings setzt Microsoft, ähnlich wie bei den Asus ROG Xbox Ally und Ally X, auf ein spezielles Xbox Dashboard. Man wird dieses jedoch verlassen können, um regulär Windows zu nutzen. Spiele wird man nicht mehr nur im Microsoft Store, sondern auch via Steam, GOG.com, den Epic Games Store und Co. kaufen können. Ab Werk aber, startet man erstmal in klassischer Konsolen-Oberfläche und kann auf Wunsch auch dort verbleiben, ohne sich jemals mit Windows beschäftigen zu müssen.
Xbox Next: Abwärtskompatibilität bleibt bestehen
Ein Clou: Trotz der Nähe zu Gaming-PCs soll die nächste Xbox abwärtskompatibel zur Xbox Series X|S, Xbox One und auch Xbox 360 bleiben. Neue Technologien wie KI-Upscaling und Frame-Generation sollen aber ältere Spiele aufwerten. Derzeit soll Microsoft auch den Plan haben, die Paywall für Multiplayer an der Konsole aufzugeben. Wie am PC wäre dafür also keinerlei Abo mehr notwendig. Schwer zu sagen, ist aber noch, wie Microsoft mit seinen Game-Pass-Abos umgehen will.
Auch der Preis der nächsten Xbox lässt sich noch schwer absehen, dürfte aber wohl über der Sony PlayStation 6 rangieren – aber unterhalb von konventionellen Gaming-PCs. Das Konzept von Microsoft weicht aber eben auch extrem vom traditionellen Konsolenmodell ab. Die große Frage wird eben sein, ob der Hersteller damit bei Spielern wirklich einen Nerv treffen wird – oder ob sich Gamer dann nicht doch lieber selbst einen eigenen Gaming-PC zusammenbasteln.
Offen ist auch, ob Microsoft dann nur selbst eine Xbox anbieten wird, oder vielleicht gar andere Partner wie Asus, Razer und mehr eigene Xbox-Konsolen-Varianten auf den Markt bringen dürfen. Denkbar wären günstigere, aber auch hochpreisigere Varianten. Ich selbst bin gespannt, kann mich aber ehrlicherweise mit so einem Modell nicht so ganz anfreunden – da bleibe ich dann einfach gleich bei meinem „normalen“ Gaming-PC.
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2 months ago
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