
Kurz mal in die Runde gefragt: Wer von euch hat eigentlich keinen Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Bude hängen? Gefühlt gehört das ja mittlerweile zum guten Ton im Smart Home, sei es zur Schimmelprävention im Keller oder einfach nur, um zu wissen, warum man im Homeoffice eigentlich gerade so schwitzt. Mit dem X-Sense STH51 (bzw. dem Set STH0A41) drängt ein alter Bekannter im Bereich der Sicherheitssensoren nun verstärkt in das Segment der Raumklima-Überwachung. Das Set kommt mit einer Basisstation (SBS50) und in meinem Fall gleich vier Sensoren daher. Wer also das ganze Haus „verwanzen“ will, ist hier direkt bedient.

Die Sensoren selbst sind recht kompakt gehalten und verfügen über ein integriertes LCD-Display. Das ist löblich, denn nichts ist nerviger, als für jeden schnellen Blick auf die Temperatur erst das Smartphone aus der Tasche kramen zu müssen. Auf dem Display gibt es neben den nackten Zahlen auch einen „Smiley-Indikator“, für die unter euch, die eine schnelle visuelle Bestätigung brauchen, ob die Luft im grünen Bereich ist.

Angebunden werden die Sensoren nicht direkt ans WLAN (was die Batterielaufzeit innerhalb von Wochen killen würde), sondern per Funk an die mitgelieferte Basisstation. Diese wiederum hängt im 2,4-GHz-WLAN und schaufelt die Daten in die App bzw. die Cloud. Laut Hersteller soll die Reichweite im Freien bis zu 500 Meter betragen, in der Realität einer deutschen Altbauwohnung mit Stahlbetonwänden bleibt davon natürlich weniger übrig, aber für ein ordentliches Haus samt Gartenhaus sollte es locker reichen.
In der X-Sense-App könnt ihr die Daten loggen und euch bei Überschreitung gewisser Schwellenwerte (wenn es z. B. zu feucht im Keller wird) benachrichtigen lassen. Ein nettes Schmankerl: X-Sense bietet eine Speicherung für die Daten an, damit ihr auch rückwirkend schauen könnt, wann die Heizung mal wieder auf Anschlag lief oder ob gelüftet wurde.
Für die Alexa-Fraktion: Ja, das System ist kompatibel. Ihr könnt also per Sprachbefehl fragen, wie es im Schlafzimmer aussieht. HomeKit-User schauen (ohne Homebridge-Gebastel) allerdings erst einmal in die Röhre, das ist hier leider oft der Standard bei den günstigeren Lösungen aus Fernost.

Im Test machten die Kisten bei mir einen guten Job, ich habe mit ein paar anderen smarten Thermometern / Hygrometer verglichen und hatte da, wenn überhaupt, absolut nur minimal abweichende Werte. Warum ich mir das Set überhaupt angeschaut habe? Ich wollte einfach mehr mit weniger machen. Ich bin seinerzeit schon von irgendwelchen (teuren) Rauchmeldern abgegangen, die im Smart Home hängen. Brauche ich einfach nicht.

Da ist teilweise echt Sparpotential drin – und bei den Leckagemeldern bin ich genauso verfahren. Die Thermometer von X-Sense waren da für mich irgendwie nur eine logische Konsequenz. Ja, ganz nett, dass es smarte Kisten, auch mit Thread und so gibt. Rein preislich ist das Viererset mit Bridge für um 80 Euro (wenn es nicht im Angebot ist, attraktiver).
Das Set mit vier Sensoren und Basis liegt preislich bei Amazon also in einem Bereich, wo man als Smart-Home-Einsteiger wenig falsch macht, wenn man eine schlüsselfertige Lösung sucht und nicht jeden Sensor einzeln zusammenklauben will. Aktuell ist das Ganze eine solide Wahl für alle, die ihr Raumklima im Blick behalten wollen, ohne gleich ein Vermögen auszugeben – mit den genannten Abstrichen an die Anbindung. Wer schon im X-Sense-Ökosystem (Rauchmelder etc.) unterwegs ist, bekommt hier eine sinnvolle Ergänzung für die App. Nachteile? Ihr seht die Form und das Batteriefach. Sollte man eher stellen oder an einen Nagel hängen, kleben ist eher nicht.
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17 hours ago
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