Die Wikimedia Foundation hat ihre neue KI-Strategie vorgestellt. Während viele Unternehmen derzeit einen regelrechten Wettlauf um die Integration von künstlicher Intelligenz veranstalten, geht die Organisation hinter Wikipedia einen anderen Weg: Sie stellt die Menschen in den Mittelpunkt.
Chris Albon und Leila Zia, die Verantwortlichen bei Wikimedia, haben klargestellt, dass KI die menschlichen Autoren nicht ersetzen wird. Ein bemerkenswerter Standpunkt, wenn man bedenkt, dass Wikipedia selbst als Datenbasis für zahlreiche KI-Modelle dient. Die Begründung leuchtet ein: Seit fast 25 Jahren seien es die freiwilligen Editoren, die durch ihre sorgfältige Recherche, Diskussionen und konsensbasierte Entscheidungen die größte Enzyklopädie der Menschheit aufgebaut haben.
Die neue Strategie sieht stattdessen vor, KI als Werkzeug zur Unterstützung der Community einzusetzen. Konkret bedeutet das: Die künstliche Intelligenz soll technische Hürden abbauen und zeitraubende Routineaufgaben übernehmen. Moderatoren und Qualitätsprüfer erhalten KI-gestützte Workflows, die Auffindbarkeit von Informationen wird verbessert, und die Übersetzung sowie Anpassung von Artikeln für verschiedene Sprachversionen wird automatisiert.
Besonders interessant ist der Ansatz bei der Einarbeitung neuer Wikipedianer. Hier soll KI beim Mentoring unterstützen, ohne dabei den menschlichen Aspekt zu verdrängen. Die Foundation betont dabei ihre Grundwerte: Transparenz, Datenschutz und Menschenrechte stehen im Vordergrund. Außerdem setzt man bevorzugt auf Open-Source-KI und Open-Weight-Modelle.
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8 months ago
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