
Es gibt mal wieder Post aus Brüssel für den Facebook-Mutterkonzern. Die Europäische Kommission hat Meta über ihre vorläufige Auffassung informiert, dass der Ausschluss von Drittanbieter-KI-Assistenten in WhatsApp gegen EU-Kartellrecht verstoßen könnte. Konkret geht es darum, dass Meta im Oktober 2025 die Nutzungsbedingungen für WhatsApp Business angepasst hat. Das führte dazu, dass seit dem 15. Januar 2026 faktisch nur noch die hauseigene Meta AI auf der Plattform verfügbar ist, während die Konkurrenz draußen bleiben muss (wir berichteten).
Da WhatsApp auf dem Markt für Kommunikations-Apps eine dominante Stellung einnimmt, sieht die Kommission hier ein Problem. Der Messenger gilt als wichtiger Zugangspunkt, um KI-Assistenten an den Nutzer zu bringen. Sperrt man hier den Wettbewerb aus, könnte das den Markt für KI-Assistenten nachhaltig schädigen. Deshalb beabsichtigt die Behörde nun den Erlass einstweiliger Maßnahmen. Man will nicht erst das Ende eines langen Verfahrens abwarten, sondern verhindern, dass bis dahin Fakten geschaffen werden, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen.
Meta hat nun die Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern und Akteneinsicht zu nehmen. Es ist noch kein endgültiges Urteil, sondern ein Schritt in einem laufenden Verfahren, das bereits am 4. Dezember 2025 eingeleitet wurde. Die angedachten Maßnahmen würden für den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum gelten – mit Ausnahme von Italien. Dort war die nationale Wettbewerbsbehörde schneller und hat bereits im Dezember entsprechende Schritte gegen Meta eingeleitet.
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3 weeks ago
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