
WhatsApp schraubt weiter an der iOS-App und verteilt aktuell über TestFlight die Beta-Version 25.34.10.72. Mit an Bord ist eine Funktion, die schon länger im Raum stand: Mehrere WhatsApp-Accounts auf einem iPhone, in einer App. Der Rollout läuft aktuell für ausgewählte Tester, also noch nicht flächendeckend, so WABeta.
Die Multi-Account-Geschichte war schon in einer früheren iOS-Beta aufgetaucht. Damals steckte das Ganze noch im Aufbau, jetzt landet die Funktion nach und nach bei echten Nutzern. Zwischen mehreren Accounts soll direkt aus den Einstellungen gewechselt werden können, ohne Ausloggen, ohne App-Neustart. Jeder Account bringt seinen eigenen Chatverlauf, eigene Benachrichtigungen und eigene Einstellungen mit, sodass beim Wechsel nichts durcheinandergerät. Erinnert ein bisschen an die Geschichten bei Facebook, Threads und auch Instagram.
Wer zur Testgruppe gehört, sieht in den Einstellungen entweder einen neuen Bereich mit dem Namen „Accountliste“ oder einen zusätzlichen Button neben dem QR-Code-Symbol. Darüber lässt sich ein weiterer Account hinzufügen, ohne zweites Gerät und ohne auf WhatsApp Business ausweichen zu müssen. Stand jetzt sind in der Beta zwei Accounts pro Installation drin. Der zusätzliche Account kann komplett neu sein, also mit einer Rufnummer, die noch nie bei WhatsApp lief. Möglich ist auch, einen bestehenden Account anzubinden, etwa einen bisherigen Business-Account oder einen, der bisher auf einem anderen Smartphone genutzt wurde. Alternativ kann ein sogenannter Begleit-Account per QR-Code vom anderen Telefon verknüpft werden, dann landen Nachrichten und Einstellungen auch auf dem iPhone mit der Beta.
Wichtig: Jeder Account bringt sein eigenes Paket an Einstellungen mit. Chat-Backups, Klingel- und Benachrichtigungstöne, Medien-Autodownload, das alles läuft pro Account getrennt. Gleiches gilt für die Privatsphäre-Einstellungen wie „Zuletzt online“, Profilbild-Sichtbarkeit und Lesebestätigungen. Auch Reaktionen, stummgeschaltete Chats und ähnliche Feinheiten werden je Profil gesondert behandelt. Backup-Zeiten der einzelnen Accounts überschneiden sich nicht, was die Kontrolle darüber erleichtert, wann welche Daten in der Cloud landen. Im Alltag wirkt das, als würde jede Identität in einer eigenen App laufen, nur eben unter einem gemeinsamen Icon.
Damit das im Alltag nicht nervt, hat WhatsApp an den Benachrichtigungen geschraubt. Geht eine Nachricht auf einem Account ein, der gerade nicht aktiv ist, taucht trotzdem ein Hinweis auf. In der Mitteilung steht dann nicht nur der Name des Absenders, sondern auch, zu welchem Account die Nachricht gehört. Das sorgt für mehr Klarheit, wenn parallel ein Arbeits- und ein Privatkonto laufen.
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1 month ago
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