WhatsApp ist in Russland inzwischen nicht mehr ohne Weiteres nutzbar. Die Gesetzgeber hatten dort schon 2025 die App von Meta auf dem Kieker und haben sie nun effektiv für rund 100 Mio. Nutzer gesperrt. Sprecher von Meta haben sich schon dazu geäußert. Sie unterstellen, dass die russische Regierung die Bevölkerung zur staatlichen Plattform namens Max locken wolle.
Max ist im Grunde eine Art Klon der chinesischen Plattform WeChat und arbeitet ohne Verschlüsselung. Da es sich um einen staatlichen Dienst handelt, lässt sich die Kommunikation dort natürlich easy überwachen, was genau im Interesse der russischen Regierung liegt. Gleichzeitig haben Sprecher der Regierung zu Protokoll gegeben, dass WhatsApp durchaus auf den russischen Markt zurückkehren könne, sobald sich Meta an die geltenden Gesetze halte (via Financial Times).
Im Übrigen schränkt Russland wohl inzwischen auch den Zugriff auf YouTube ein, da ist aber nicht ganz klar, wie weit die Beschränkungen schon gehen. Dass der Kreml an WhatsApp ein Exempel statuieren würde, stand dabei im Grunde schon länger fest. Den Mutterkonzern Meta hatte man bereits 2025 als extremistische Organisation eingestuft.
Seine eigene Plattform Max bewirbt der russische Staat hingegen als sichere Umgebung, welche die Bürger vor Betrug und Terrorismus schütze. Sicher dürften dort aber wohl nur diejenigen sein, welche der Regierung nicht allzu kritisch gegenüberstehen.
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3 weeks ago
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