
Die Jugend-Digitalstudie der Postbank kommt zum überraschenden Ergebnis, dass sich die Mehrheit der Jugendlichen gegen ein Handyverbot an Schulen ausspricht. 92 Prozent der 16- bis 18-Jährigen in Deutschland nutzen demnach ein Smartphone und verbringen laut Studie durchschnittlich knapp fünfeinhalb Stunden pro Tag (durchschnittlich sind es 37,5 Stunden pro Woche) am mobilen Gerät. Vorrangig wird das Gerät zum Surfen im Netz eingesetzt. Über alle Endgeräte hinweg (also inklusive Spielekonsolen etc.) sind Jugendliche über 65,5 Stunden pro Woche bzw. über 9 Stunden am Tag im Internet unterwegs. Das sei nach dem Corona-Allzeithoch wieder ein leichter Rückgang, spielt sich aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau ab.
Stationäre Geräte kommen deutlich seltener zum Einsatz. Etwa jeder zweite Jugendliche geht mit dem Tablet ins Internet, 48 Prozent mit dem Laptop, 37 Prozent mit dem Desktop-PC und 22 Prozent mit einer Spielekonsole.

Trotz der üppigen Online-Zeiten lehnt etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen (59 Prozent) ein Handyverbot an Schulen ab. Als Grund geben die meisten an, dass ihnen die Handys für schnelle Kommunikation mit Familien und Freunden wichtig sind und sich ein Verbot auch nur schwer kontrollieren und umsetzen ließe. Nur 37 Prozent würden ein solches Verbot befürworten, so die Jugend-Digitalstudie 2025 der Postbank.
Der Postbank-Digital-Experte ist der Meinung, dass ein pauschales Handyverbot die Chancen digitaler Werkzeuge im Unterricht verkennt. Wobei ich da schlicht der Auffassung bin, dass man Schülerinnen und Schülern dann lieber entsprechende Endgeräte zum (digitalen) Arbeiten an die Hand geben sollte. Denn digitale Tools haben durchaus Stärken und können bei passendem Einsatz beim Lernen oder Recherchieren helfen, wie 55 Prozent der Jugendlichen angibt – aber ob das nun mit dem Smartphone sein muss?
Insbesondere Mädchen erkennen laut Studie die Risiken der Smartphonenutzung im Schulalltag und 71 Prozent sehen ein Handyverbot als Möglichkeit, Ablenkungen im Unterricht zu vermeiden, während 67 Prozent eine bessere Konzentration erwarten. 53 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass ein Verbot weniger Stress durch ständige Erreichbarkeit mit sich bringt. Nur wenige erwarten sich dadurch aber eine Verbesserung der Kommunikation mit ihren Gleichgesinnten in den Pausen.
Befragt hat die Postbank übrigens 1.000 Jugendliche in Deutschland zwischen 16 und 18 Jahren. Man hat eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland, Alter und Geschlecht für eine bevölkerungsrepräsentative Struktur vorgenommen.
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