USA verhängen 100%-Zoll auf Arznei

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US-Präsident Donald Trump hat Zölle von 100 Prozent auf Arzneimittelimporte in die Vereinigten Staaten ab 1. Oktober angekündigt. Sollten Arzneimittelhersteller eine Produktionsstätte in den USA bauen, könnten sie damit den Zoll umgehen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Unternehmen, die entweder bereits einen Baubeginn festgelegt oder mit dem Bau angefangen hätten, seien von den geplanten Zöllen ausgenommen, hieß es weiter.

Zwischen den USA und der EU steht eigentlich seit Sommer ein Deal – dabei wurde für EU-Importe in die Vereinigten Staaten ein Basiszollsatz von 15 Prozent festgelegt. Für europäische Hersteller von Arzneimitteln, Halbleitern und Bauhölzern war dennoch bislang nicht ganz klar, ob die Zollobergrenze von 15 Prozent auch für sie gilt.

Auch Autohersteller hatten bis zuletzt Unklarheit – erst am Donnerstag war deutlich geworden, dass für aus der EU in die USA eingeführte Autos rückwirkend zum 1. August die Zölle von 27,5 Prozent auf dann 15 Prozent gesenkt werden.

Trump begründet seine Politik mit der »nationalen Sicherheit«

In einem separaten Beitrag kündigte er außerdem Zölle in Höhe von 25 Prozent auf »alle in anderen Regionen der Welt hergestellten Lkw« an.

Die Maßnahme soll demnach einheimische Lkw-Hersteller unterstützen, darunter »Peterbilt, Kenworth, Freightliner, Mack Trucks und andere«. Der Rechtspopulist begründete diese Zölle zudem mit der »nationalen Sicherheit«.

Aufschläge von bis zu 50 Prozent sollen Trump zufolge künftig für verschiedene Möbel gelten: Küchenmöbel, Waschbecken und zugehörige Produkte sollen demnach mit einem Zollsatz von 50 Prozent belegt werden. Für Polstermöbel soll ein Aufschlag von 30 Prozent gelten.

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