US-Militär sichert Öltanker in Hormus

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Stand: 20.08.2026, 17:12 Uhr

Von: Felix Busjaeger

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US-Militär schifft täglich Millionen Barrel Öl durch die Straße von Hormus – während Trump Verhandlungen mit dem Iran für sinnlos erklärt.

Washington, D.C. – Das US-Militär hat nach einem Bericht des Nachrichtenportals Axios seit mehreren Wochen einen verdeckten Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus eingerichtet. Dabei werden Nacht für Nacht zwischen 15 und 20 Öltanker durch eine südliche Route entlang der omanischen Küste geleitet und dabei von amerikanischen Kriegsschiffen und Kampfjets gesichert, die iranische Drohnen und Marschflugkörper abfangen.

Iran-Krieg - Straße von Hormus

Der Streit um die Straße von Hormus hält seit Monaten an. (Archivbild) © Razieh Poudat/ISNA/AP/dpa

Die Operation wird laut Axios vom Armeestab in Fort Bragg, North Carolina, koordiniert und in enger Abstimmung mit Golfstaaten durchgeführt. Täglich gelangen so rund zehn Millionen Barrel Öl auf den Weltmarkt, was etwa der Hälfte des Volumens aus der Zeit vor dem aktuellen Iran-Krieg entspricht.

Ringen um Straße von Hormus: Trump erschließt alternative Route – um an Öl zu kommen

Inmitten des aktuellen Iran-Kriegs lindert die US-geführte Operation nach Angaben amerikanischer Regierungsbeamter einen der gravierendsten Effekte der gegenwärtigen Lage: die Störung der globalen Ölversorgung, die die Rohölpreise in die Höhe getrieben hatte. An einzelnen Nächten seien sogar zwischen 15 und 20 Millionen Barrel transportiert worden, hieß es. „Wir kontrollieren nun schon seit zwei Monaten die südliche Fahrspur der Straße von Hormus. Die Islamische Revolutionsgarde mag zwar lästig sein, aber sie kontrolliert die Meerenge nicht. Das tun wir“, sagte einer der US-Beamten gegenüber Axios.

Möglich wurde die Operation laut den Beamten durch eine zweiwöchige Militärkampagne des US-Zentralkommandos Centcom, bei der iranische Radar- und Seeüberwachungssysteme gezielt zerstört wurden. Der Iran sei dadurch weitgehend „blind“ und feuere Drohnen und Raketen lediglich in die allgemeine Richtung möglicher Schiffsbewegungen. Allein in dieser Woche schoss das US-Militär nach eigenen Angaben acht iranische Drohnen und zwei Marschflugkörper ab. Einige Schiffe seien dennoch von iranischen Angriffen getroffen worden, heißt es in dem Bericht.

Derweil bleibt die politische Lage festgefahren. Eine 60-Tage-Frist, in der beide Seiten über zentrale Streitpunkte wie das iranische Atomprogramm verhandeln wollten, ist inzwischen abgelaufen. Trump erklärte am Dienstag, es fänden „derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt“. Gegenüber Axios sagte er zudem: „Sie verschwenden Zeit. Es ist Zeitverschwendung, mit ihnen zu verhandeln.“ Und weiter: „Die Iraner haben noch etwas Kampfgeist, aber insgesamt sind sie nur noch eine leere Hülle ihrer selbst.“

Straße von Hormus im Fokus: Trump provoziert, der Iran kontert

Die Straße von Hormus ist seit mehreren Wochen wieder im Fokus des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Vorausgegangen waren Angriffe auf Handelsschiffe, gefolgt von intensiven Bombardierungen des US-Militärs an der iranischen Südküste. Teheran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten.

Parallel dazu beansprucht Trump die Straße von Hormus zunehmend offen für die USA. Er veröffentlichte auf Truth Social eine Karte der Meerenge mit der Überschrift „New U.S. Territory“ und hatte bereits zuvor angekündigt, die Straße nach dem Kriegsende zum US-Territorium erklären zu wollen. Der iranische Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi reagierte auf X scharf: „Bald wird sich seine Illusion bezüglich der Straße von Hormus entweder korrigieren, oder wir werden die Illusionen dieses Verblendeten korrigieren.“ Teheran besteht seinerseits darauf, die Meerenge erst dann wieder zu öffnen, wenn Washington seine Verpflichtungen aus dem im Juni unterzeichneten Rahmenabkommen erfülle – darunter die Aufhebung der Seeblockade und der Ölsanktionen. (Quellen: dpa, AFP, Axios) (fbu)

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