Der Rechtsbereich zählt zu den Feldern, die generative KI besonders stark verändert – im Guten wie im Schlechten. Die Tools beschleunigen Recherche und Textproduktion, können aber auch unbemerkt Fehler und Ungenauigkeiten oder Bias einschleifen und Meinungen beeinflussen. Es ist kompliziert.
Mit der UC Berkeley Law School bezieht jetzt eine der weltweit renommiertesten Elite-Unis Stellung: Die juristische Fakultät verbietet ab Sommer 2026 den Einsatz von KI bei nahezu allen bewerteten Arbeiten. Studierende dürfen KI nicht zum Konzipieren, Gliedern, Verfassen, Überarbeiten, Übersetzen oder Korrigieren von Texten nutzen, die zur Bewertung eingereicht werden. Auch bei Prüfungen ist jeglicher KI-Einsatz untersagt. Erlaubt bleibt KI lediglich zur Recherche, etwa um Gesetze oder Urteile zu finden. Studierende haften dabei für die Richtigkeit aller Angaben.
Denken bleibt die unverzichtbare Voraussetzung für gute juristische Arbeit (und für eine hochwertige juristische Ausbildung).
UC Berkeley School of LawNicht existierende Quellenverweise gelten als Hinweis auf verbotene KI-Nutzung. Die Begründung: Denken bleibe die Grundvoraussetzung guter juristischer Arbeit. Künftige Anwälte müssten zuerst die nötigen kognitiven Fähigkeiten erlernen, bevor sie KI sinnvoll einsetzen könnten. Dozenten dürfen von der Regel abweichen, etwa in Kursen, die gezielt KI-Kompetenz vermitteln sollen.
KI-News ohne Hype – von Menschen kuratiert
Mit dem THE‑DECODER‑Abo liest du werbefrei und wirst Teil unserer Community: Diskutiere im Kommentarsystem, erhalte unseren wöchentlichen KI‑Newsletter, 6× im Jahr den "KI Radar"‑Frontier‑Newsletter mit den neuesten Entwicklungen aus der Spitze der KI‑Forschung, bis zu 25 % Rabatt auf KI Pro‑Events und Zugriff auf das komplette Archiv der letzten zehn Jahre.



