Claude wird überdurchschnittlich oft in reicheren Haushalten benutzt. Laut einer Umfrage von Epoch AI und Ipsos leben 80 Prozent der US-Erwachsenen, die Claude nutzen, in Haushalten mit einem Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Dollar. Bei anderen KI-Diensten liegt dieser Anteil deutlich niedriger: Microsoft Copilot kommt auf 64 Prozent, ChatGPT und Grok auf je 56 Prozent, Google Gemini ebenfalls auf 56 Prozent und Meta AI nur auf 37 Prozent.
Claude-Nutzer stammen häufiger aus wohlhabenden Haushalten als Nutzer anderer KI-Dienste. 80 Prozent der Claude-Nutzer leben in Haushalten mit über 100.000 Dollar Jahreseinkommen, bei Meta AI sind es nur 37 Prozent. | Bild: Epoch AIEpoch AI weist allerdings darauf hin, dass Claude eine kleinere Nutzerbasis hat. Auch in wohlhabenden Haushalten bleibt daher ChatGPT mit 37 Prozent der beliebteste KI-Dienst, gefolgt von Google Gemini (24 Prozent) und Microsoft Copilot (14 Prozent). Claude erreicht dort nur 6 Prozent. Und: 44 Prozent der Gutverdiener nutzen gar keine KI. Die Daten stammen aus drei Erhebungswellen zwischen März und April 2026.
Diese Statistik ist auch im Kontext einer neuen Anthropic-Studie interessant, die zeigt, dass stärkere KI-Modelle bei Transaktionen bessere Preise verhandeln. Den Nutzern schwächerer KI-Modelle war dieses Ungleichgewicht nicht einmal bewusst. Stärkere Modelle könnten so bestehende wirtschaftliche Ungleichheiten weiter verstärken.
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