Iran feuert Raketen auf Israel – Netanjahu beruft Krisentreffen ein

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Stand: 07.06.2026, 21:56 Uhr

Von: Daniel Dillmann

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Das Mullah-Regime im Iran feuert ballistische Raketen auf Israel. Netanjahu beruft Sicherheitsberatungen ein. Auch die Kämpfe mit der Hisbollah setzen sich fort.

Tel Aviv – Erstmals seit Anfang April ist Israel aus dem Iran mit Raketen beschossen worden. Die israelischen Streitkräfte (IDF) meldeten, zwei Raketen abgefangen zu haben – kurz darauf warnte die IDF vor „weiteren Salven“ aus dem Iran. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu berief unmittelbar eine Sicherheitsberatung ein. Über Opfer oder Schäden infolge der iranischen Angriffe ist bislang nichts bekannt.

Israels Raketenabwehr fängt im April 2026 Angriffe aus dem Iran ab.

Israels Raketenabwehr fängt im April 2026 Angriffe aus dem Iran ab. © imago

Die Militärführung warnte die Bevölkerung im Norden Israels nach der ersten Attacke vor „zusätzlichen Salven“, die das Mullah-Regime aus dem Iran in Richtung Israels gefeuert habe. Kurz vor Beginn des Angriffs hatte die IDF bereits mitgeteilt, mit einem „Beschuss auf den Staat Israel in den kommenden Stunden“ zu rechnen.

Vorausgegangen war ein israelischer Angriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut am Sonntag. Dieser erfolgte laut der Netanjahu-Regierung als Reaktion auf Attacken der Terrormiliz Hisbollah, die mit dem Mullah-Regime im Iran verbündet ist. Bereits vergangene Woche hatte die iranische Führung mit Vergeltung für die militärische Offensive Israels gegen die Hisbollah im Libanon gedroht. Man werde eine „entscheidende und schmerzhafte Antwort“ auf Israels Angriffe geben. Laut Informationen des US-Senders CNN galt dies vor allem nach Attacken auf den Stadtteil Dahiyeh im Süden Beiruts, der als Hochburg der Hisbollah gilt.

Iran und Hisbollah nehmen Israel unter Raketenbeschuss

Die mit dem Iran verbündete Miliz gab ebenfalls bekannt, israelische Einheiten und Stellungen mit Raketen und Drohnen angegriffen zu haben. Dabei habe man sowohl von Israel besetzte Orte im Süden Libanons als auch Militäreinrichtungen im Norden Israels attackiert. Weder die IDF noch die Netanjahu-Regierung haben die Angriffe bislang bestätigt. Ein israelischer Regierungsvertreter bestätigte aber gegenüber CNN, dass Premierminister Netanjahu unmittelbar nach Bekanntwerden des iranischen Raketenbeschusses eine Sicherheitsberatung einberufen habe.

Das Mullah-Regime im Iran hat sich bislang nicht zu den Raketenangriffen auf Israel geäußert. Kurz vor der neuen Eskalation hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung erneut gedroht. Der Iran wiederum warnte die Nachbarstaaten im Nahen Osten davor, mit den USA und Israel beim Krieg gegen den Iran zu kooperieren. „Die Länder der Region sollten den Grundsatz guter Nachbarschaft beachten und ihr Territorium nicht für aggressive Handlungen gegen den Iran nutzen“, erklärte das Außenministerium. Laut iranischen Medien hatte die US-Luftwaffe am Samstag Angriffe auf Militäranlagen ausgeführt.

Hintergrund der scharfen Reaktion sind laut Teheran die US‑Angriffe vom frühen Samstagmorgen (Ortszeit) auf Radaranlagen der Region Sirik durchgeführt, die sich am südlichen Ende der Straße von Hormus befindet. Auch Anlagen auf der Hormus-Insel Gheschm sollen unter Beschuss geraten sein. Die Angriffe bezeichnete die iranische Führung als „klaren Verstoß gegen die Waffenruhe“, die Trump und das Mullah-Regime im April 2026 vereinbart hatten.

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