Richard Sutton, Turing-Preisträger 2024 und Mitbegründer des modernen Reinforcement Learning, hat zusammen mit Khurram Javed das Startup Oak Lab in Toronto gegründet. Beide kommen von John Carmacks KI-Firma Keen Technologies. Sutton kritisiert aktuelle Deep-Learning-Methoden als "schwach und ineffizient" und fordert grundlegend neue Ansätze.
Einen Hinweis auf Suttons Pläne geben seine jüngsten Aussagen. Im Juni argumentierte er, generative KI sei gut im Nachahmen, könne aber eigene Ergebnisse nicht bewerten und sei daher unfähig zur echten Entdeckung. Stattdessen will er KI-Agenten bauen, die kontinuierlich aus ihrer Umgebung lernen, innere Weltmodelle aufbauen und Variation, Bewertung und Selektion selbst organisieren. Oak Lab verfolgt genau diesen Ansatz, setzt wie Keen auf Reinforcement Learning und die Überzeugung, dass KI während des Betriebs aus Erfahrung lernt, statt nur einmalig aus Datensätzen. Das Fernziel ist ein Agent mit "einer Billion Parametern, der in Echtzeit lernt und plant und dabei nur 20 Watt Energie verbraucht."
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