Stand: 20.10.2026, 10:19 Uhr
Von: Jan Dafeld
Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor Reportern erneut scharf kritisiert. Der US-Präsident stellte zudem Selenskyjs Autorität infrage. Russland verhalte sich dagegen „in Ordnung“, so Trump.
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut scharf angegriffen. Bei einer Fragerunde mit Reportern vor dem Weißen Haus wurde Trump auf eine Aussage Selenskyjs angesprochen, dass der US-Präsident mit seinen jüngsten Handlungen auf der falschen Seite der Geschichte stehe.
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Trump will, dass „jemand anderes“ für Ukraine verhandelt
„Selenskyj weiß nicht, wovon er redet“, erwiderte Trump daraufhin. „Ich glaube, dass es an der Zeit ist, dass jemand anderes für die Ukraine verhandelt.“ Der US-Präsident kritisierte die Ukraine einmal mehr deutlich: „Wir haben der Ukraine viel gegeben. Sie haben uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht“, so Trump. „Wir haben Hunderte Milliarden Dollar gegeben. Ich habe die Javelins gegeben. Das war ich!“

Deutlich versöhnlicher äußerte sich Trump über Moskau. Auf die Frage nach einem möglichen Dreiertreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping zeigte er sich offen. Zudem lobte er das russische Verhalten im Ukraine-Krieg sogar. „Russland hat sich in Bezug auf die Ukraine in Ordnung verhalten. Sie haben nicht viel gemacht“, behauptete Trump.
Unterdessen sorgen Berichte über ausbleibende amerikanische Waffenlieferungen für zusätzliche Spannungen. Nach Informationen des Nachrichtenportals „Axios“ soll Selenskyj bei einer Videokonferenz mit US-Senatoren beider Parteien beklagt haben, dass Washington wichtige Lieferungen zurückhalte.
USA sollen Freigabe von Waffen für Ukraine verweigern
Demnach verweigere US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Freigabe von Patriot-Raketen und weiteren Flugabwehrgeschossen, obwohl NATO-Partner bereits dafür bezahlt hätten. Auch die „Washington Post“ berichtete unter Berufung auf informierte Personen, dass die Einschränkungen Lieferungen anderer Unterstützerstaaten beträfen, für die eine amerikanische Genehmigung erforderlich sei.
In der Ukraine wächst damit die Sorge, dass Trump ein Ende des Krieges um jeden Preis anstrebt. Selenskyj hatte jüngst bereits davor gewarnt, dass sein Land nicht überleben könne, sollten sich die Vereinigten Staaten auf die Seite Russlands stellen.



