Trump-Regierung stuft chinesische Roboter als Sicherheitsrisiko ein und stoppt den Import

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Warum die Regierung Roboter als Sicherheitsrisiko einstuft

In ihrer National Security Determination nennt die Regierung zwei zentrale Gründe.

Erstens eine Lieferketten-Schwachstelle: Die globale Fertigung fortgeschrittener Roboter und ihrer kritischen Komponenten wie Aktuatoren, Greifer, Batterien und Sensoren konzentriere sich zunehmend auf wenige Länder, von denen einige wiederholt gezeigt hätten, dass sie US-Lieferketten in Zeiten geopolitischer Spannungen stören. Verlasse sich die US-Wirtschaft weiter auf ausländische Quellen, unterwerfe sie sich "den Launen ausländischer Akteure", die Lieferketten zu einem selbst gewählten Zeitpunkt kappen könnten.

Zweitens ein Cybersecurity-Risiko: Roboter sind laut dem Dokument von Natur aus vernetzte Systeme mit großen Angriffsflächen, die Datenexfiltration, Fernsteuerung und unsichere Over-the-Air-Updates ermöglichen. Sie sammelten Daten, die von böswilligen Akteuren genutzt werden könnten, "um Amerikaner zu überwachen, die Fähigkeiten ausländischer Geheimdienste zu erweitern oder die Roboter aus der Ferne zu übernehmen". Viele Geräte verfügten über hochauflösende Sensoren wie LiDAR, elektrooptische, akustische und thermische Sensoren, mit denen sich detaillierte Karten ihrer Umgebung erstellen liessen, die für ausländische Geheimdienste wertvoll seien.

Das Dokument führt konkrete Vorfälle an. Anfang 2026 erlaubte eine Schwachstelle in einer Kategorie ausländischer Roboter den Fernzugriff auf tausende Geräte in Haushalten weltweit, samt Live-Kamerabildern, Mikrofonaudio und detaillierten Wohnungskarten. In einem weiteren Fall ermöglichte eine Lücke in bestimmten humanoiden Robotern, deren Betrieb zu übernehmen und nach weiteren Robotern in der Umgebung zu scannen, was ein sich selbst ausbreitendes "humanoides Botnet" ermöglicht hätte.

Im April 2025 identifizierten Sicherheitsforscher zudem eine mutmaßlich vorinstallierte Hintertür in chinesischen Roboterhunden, die vollen Zugriff auf Kamera und Steuerung gewährte. Die Regierung verweist außerdem darauf, dass manche Rechtsordnungen im Ausland Firmen verbieten, Sicherheitslücken gegenüber Kunden offenzulegen, was das Risiko erhöhe, dass ausländische Regierungen diese Lücken zur Manipulation oder Datenausleitung nutzen.

Als militärischen Kontext nennt das Dokument, dass unbemannte Bodenfahrzeuge und Quadrupeds für das moderne Schlachtfeld zentral würden, etwa für autonome Durchbrüche, Nachschub, Truppenschutz und offensive Angriffe.

Über Ausnahmen entscheidet künftig das Department of War (DOW). FCC-Chef Brendan Carr sagte, die Behörde werde "ihren Teil dazu beitragen, Amerikas kritische Lieferketten zu sichern".

Das Verbot reicht weit über Humanoide hinaus

Obwohl die Schlagzeilen sich um Humanoide und Roboterhunde drehten, ist das Verbot deutlich breiter. Wie The Verge berichtet, erfasst die Definition fast jeden softwaregesteuerten Roboter, der sich am Boden bewegt, mehr als 4,4 Pfund (inklusive Dockingstation) wiegt, seine Umgebung wahrnehmen kann und über drahtlose Konnektivität verfügt. FCC-Sprecherin Katie Gorscak bestätigte, dass damit auch Saugroboter betroffen sind, ebenso wie Rasenmäher-, Gehweg-Lieferroboter und die Transportroboter in Amazon-Lagern.

Bestehende Geräte bleiben vorerst unangetastet, das Verbot gilt nur für noch nicht veröffentlichte Modelle. Ausgenommen sind selbstfahrende Autos, Züge, Drohnen, Unterwasserfahrzeuge, chirurgische Roboter, Rollstühle und feste Roboterarme.

Kritisch ist laut The Verge, dass die FCC für ihre Ausnahmegenehmigungen keinerlei Sicherheitsfragen stellt. Sie will nur wissen, wo ein Roboter entworfen und gefertigt wird, und eine Zusage zur US-Produktion. Da praktisch alle Saugroboter, darunter die Marktführer Roborock, Ecovacs, Dreame, Xiaomi und Narwal, aus China stammen und selbst die Roomba-Marke inzwischen dem chinesischen Unternehmen Picea gehört, ziele das Verbot auf die Herkunft, nicht auf die tatsächliche Sicherheit.

Wechselrichter als zweite Front

Neben Robotern verbietet die FCC auch neue vernetzte Wechselrichter aus China. Solche "power inverters" wandeln Gleichstrom in Wechselstrom um und verbinden erneuerbare Energiequellen, Batterien sowie Rechenzentren mit dem Stromnetz, das für den KI-Ausbau in den USA immer wichtiger wird. Weil sie aus der Ferne steuerbar sind, gelten sie als Einfallstor für Sabotage. China ist laut Bericht der weltgrößte Hersteller, angeführt von Sungrow und Huawei, die ihren Marktanteil im Westen über niedrige Preise ausgebaut haben. Die Behörden wollen ein Szenario wie bei der 2023 aufgedeckten Hackerkampagne Volt Typhoon verhindern, bei der Angreifer private Router übernahmen, um Attacken auf kritische US-Infrastruktur zu verschleiern.

Hauptbetroffener auf der Roboterseite ist Unitree, laut Counterpoint Research mit knapp einem Fünftel Weltmarktanteil führend bei Humanoiden. Die Firma wurde jüngst auf die Pentagon-Liste angeblich chinesischer militärgestützter Unternehmen gesetzt und ging kürzlich eine Partnerschaft mit Nvidia ein. Das Unternehmen betonte, die Roboterdaten blieben in den USA.

Vor kurzem hatte die FCC bereits vergleichbare Importverbote gegen ausländische Router und Drohnen verhängt.

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