Google, Amazon und Microsoft versichern Kunden, dass Anthropics KI-Technologie weiterhin außerhalb von Verteidigungsprojekten verfügbar bleibt. CNBC beruft sich dabei auf Angaben von Unternehmenssprechern. Öffentliche Stellungnahmen der drei Unternehmen liegen nicht vor.
Microsoft teilte mit, die eigenen Anwälte hätten die Einstufung geprüft und seien zu dem Schluss gekommen, dass Anthropic-Produkte einschließlich Claude weiterhin über Plattformen wie M365, GitHub und Microsofts AI Foundry verfügbar bleiben können, ausgenommen das US-Kriegsministerium. Google bietet Claude weiterhin über Vertex AI an, Amazon über Bedrock und GovCloud.
Hintergrund ist der Streit zwischen Anthropic und dem US-Kriegsministerium, das Anthropic als Lieferkettenrisiko eingestuft hat. Anthropic-CEO Dario Amodei erklärte, sein Unternehmen halte die Einstufung für rechtlich nicht haltbar und werde dagegen klagen. Einige Rüstungsfirmen haben Mitarbeiter bereits angewiesen, auf Alternativen wie OpenAI umzusteigen.
Laut Washington Post wurde Claude trotz der Einstufung als Lieferkettenrisiko beim jüngsten US-Angriff auf den Iran eingesetzt. Die Umstellung auf andere KI-Modelle soll in den nächsten sechs Monaten erfolgen. Einer der neuen Partner: OpenAI.
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