Tankstellen: Preiserhöhung nur noch einmal am Tag und Freigabe der Ölreserven

1 hour ago 2

Autobahn / Symbolbild

Der Blick auf die Preistafeln an den Tankstellen dürfte vielen derzeit die Laune verhageln. Wegen der Lage im Iran und der blockierten Route bei Hormus ging es beim Ölpreis global rund 30 Prozent nach oben. Die Bundesregierung steuert nun gegen. Zum einen will man gesetzlich regeln, dass Tankstellen die Preise für Sprit nur noch einmal täglich anheben dürfen.

Preissenkungen sind dagegen weiterhin jederzeit drin. Man orientiert sich da am Modell, das Österreich schon vor 15 Jahren eingeführt hat. Das soll das Spielchen beenden, bei dem Preise bei teurem Rohöl sofort nach oben schießen, aber bei sinkenden Kosten nur langsam fallen. Bis zu 22 Änderungen am Tag waren bisher keine Seltenheit und für Pendler kaum durchschaubar. Die nötigen Gesetzesänderungen sollen nun schnell durch das Parlament gebracht werden, wie die Bundesregierung aktuell mitteilt.

Zudem beteiligt sich Deutschland an einer Maßnahme der Internationalen Energieagentur. Um den Preisanstieg zu dämpfen, geben die Mitgliedsstaaten weltweit 400 Millionen Barrel (gut 54 Millionen Tonnen) aus den Reserven frei. Deutschland steuert 2,4 Millionen Tonnen bei. Die nationale Notfallreserve umfasst insgesamt 19 Millionen Tonnen, die Versorgung ist also nicht gefährdet. Ohnehin kommt das meiste Rohöl hierzulande aus Norwegen, den USA oder Großbritannien und nur zu einem kleinen Teil aus dem Krisengebiet. Die Freigabe dient also primär als Signal zur Beruhigung der Märkte.Und ansonsten gilt: „Was kümmern mich steigende Benzinpreise? Ich tanke eh immer für’n Fuffi!“

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article