Telefónica Deutschland testet Satelliten-Mobilfunk mit OQ Technology

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Telefónica Deutschland probiert gerade etwas Neues aus, um Funklöcher zu stopfen. Gemeinsam mit dem luxemburgischen Anbieter OQ Technology wird in Mecklenburg-Vorpommern getestet, wie Smartphones direkt mit Satelliten funken können. Das Ziel ist eine Mobilfunkverbindung via Satellit, die ohne zusätzliche Hardware am Handy funktioniert. Genutzt werden dafür Satelliten im niedrigen Orbit, sogenannte LEO-Satelliten, die in etwa 500 bis 600 Kilometern Höhe kreisen. Der Vorteil liegt in den kurzen Signallaufzeiten, was das Telefonieren und Surfen flüssiger macht als bei alten Satellitenlösungen.

In Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern ist der Bau neuer Masten wegen Naturschutzauflagen oder langer Genehmigungsverfahren oft schwierig. Hier soll die Direct-to-Device-Technologie einspringen. Die Tests laufen über das normale Frequenzspektrum von Telefónica. Das Ganze ist ein europäischer Ansatz, um unabhängiger von Anbietern aus Übersee zu werden. Im Geschäftskundenbereich arbeiten beide Firmen bereits bei der Vernetzung von Maschinen zusammen. Die neuen Live-Tests für normale Smartphones sollen im nächsten Jahr starten. Langfristig spielt das Thema auch für künftige Standards wie 6G eine Rolle, wobei Netzbetreiber die Kontrolle über ihre Frequenzen behalten sollen. Eine Entscheidung über die breite Nutzung dieser Funkfrequenzen für Satelliten wird für die Weltfunkkonferenz 2027 erwartet.

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