SwitchBot hat einen neuen Präsenzsensor vorgestellt, der ein paar typische Schwachstellen klassischer Bewegungsmelder angehen soll. Statt nur auf einen einfachen PIR-Sensor zu setzen, steckt hier ein 60-Hz-mmWave-Radar drin, dazu ein herkömmlicher PIR-Sensor und ein Helligkeitssensor. Das Ganze läuft batteriebetrieben.
Der Unterschied zu vielen günstigen Bewegungsmeldern liegt im Umgang mit “stillen” Personen im Raum. PIR-Sensoren reagieren auf Bewegung, kommen aber ins Straucheln, wenn jemand längere Zeit auf dem Sofa sitzt oder am Schreibtisch hängt. Der mmWave-Radar im SwitchBot Presence Sensor soll genau in solchen Situationen helfen. Er erkennt Mikro-Bewegungen, also minimale Haltungsänderungen, und kann den Raum als belegt melden, auch wenn niemand durch die Gegend läuft.
Der PIR-Teil ist eher für das schnelle Ansprechen beim Betreten eines Raumes zuständig, der Radar übernimmt dann für die dauerhafte Präsenz-Erkennung. Zusammen mit dem integrierten Lichtsensor bekommt das System mehr Kontext: Es liegt nicht nur die Info vor, ob jemand da ist, sondern auch, wie hell es im Raum ist. Damit lassen sich Automationen bauen, bei denen Licht und Geräte nur aktiv sind, wenn wirklich jemand anwesend ist und die Lichtverhältnisse passen. Ziel: weniger Fehlauslösungen und weniger Geräte, die sinnlos laufen.
Um Störungen im Alltag zu reduzieren, verbaut SwitchBot ein paar Anti-Interferenz-Funktionen. Der Sensor soll per lernender Umgebungserkennung unterscheiden können, ob Bewegungsmuster von Ventilatoren oder Klimaanlagen stammen, damit diese nicht ständig als Anwesenheit durchgehen.
Beim Stromverbrauch setzt SwitchBot laut eigener Aussagen auf ein stromsparendes mmWave-Modul. Zwei AAA-Batterien sollen den Sensor laut Hersteller bis zu zwei Jahre durchhalten lassen. Kabel fallen weg, was beim Nachrüsten ganz praktisch ist. Die Montage erfolgt über eine magnetische Basis, die sich kleben oder auf Metallflächen setzen lässt. So landet das Teil an der Wand, auf dem Schreibtisch oder an anderen Flächen. Mit IPX5-Zertifizierung ist der Sensor auch für feuchtere Räume wie Badezimmer gedacht. Die Reichweite liegt bei Bewegungen bei bis zu 8 m, bei statischer Präsenz bei bis zu 5 m, bei einem Erfassungswinkel von 120 Grad.
Der Presence Sensor lässt sich in Matter-Umgebungen einbinden, braucht dafür aber einen SwitchBot-Hub mit Matter-Unterstützung als Brücke. Zusätzlich wird Home Assistant angesprochen, ebenso gängige Sprachassistenten, damit Präsenz- und Helligkeitsdaten plattformübergreifend genutzt werden können. Neben Cloud-Anbindungen unterstützt der Sensor auch lokale Automationen. Damit können etwa Lichter oder andere Geräte geschaltet werden, selbst wenn das Internet gerade nicht mitspielt. Kosten soll der Sensor 32,99 Euro.
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1 month ago
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