Steam Controller: Valve zeigt neues Gamepad mit magnetischen Sticks und Puck-System

1 month ago 3

Na, was kommt nach der Steam Machine und dem Steam Frame? Richtig, Valve hat den Steam Controller vorgestellt, der Anfang 2026 auf den Markt kommen soll. Das Gamepad unterscheidet sich in einigen Punkten von herkömmlichen Controllern und setzt auf eine Kombination aus klassischen Elementen und neuen Technologien. Das auffälligste Feature ist wohl der sogenannte Steam Controller Puck. Das kleine Gerät dient gleichzeitig als drahtloser Sender und als Ladestation. Die Verbindung erfolgt magnetisch, der Controller dockt also einfach per Klick an. Wer lieber auf Bluetooth oder USB-C setzt, kann das natürlich auch machen. Der Puck unterstützt bis zu vier Controller gleichzeitig und arbeitet mit einer Latenz von etwa 8 Millisekunden bei einer Polling-Rate von 4 Millisekunden.

Die Analogsticks nutzen magnetische TMR-Technologie statt der üblichen Potentiometer. Valve verspricht dadurch bessere Empfindlichkeit und höhere Langlebigkeit. Die Sticks haben zudem kapazitive Sensoren, die Berührungen erkennen können. Das ermöglicht zusätzliche Eingabemöglichkeiten, die man über die Steam-Eingabe konfigurieren kann. Muss man mal sehen, andere Hersteller sind ja nun auch nicht unbedingt doof und Valve wird hier sicherlich nicht etwas völlig Neues erfunden haben.

Interessant sind die Griffsensoren auf der Rückseite. Diese kapazitiven Sensoren können das Gyroskop aktivieren oder deaktivieren, je nachdem, ob man den Controller festhält oder loslässt. Das soll präziseres Zielen ermöglichen, ohne dass man eine extra Taste drücken muss. Die Sensoren lassen sich aber auch für andere Funktionen nutzen.

Neben den beiden Analogsticks hat der Controller zwei quadratische Trackpads mit 34,5 Millimeter Seitenlänge. Die Pads sind druckempfindlich und bieten haptisches Feedback durch LRA-Motoren. Valve sieht darin eine Möglichkeit, auch Spiele zu spielen, die bisher Maus und Tastatur voraussetzten. Wie gut das in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen müssen. Für die Haptik sind insgesamt vier Motoren verbaut. Zwei LRA-Motoren sitzen in den Trackpads, zwei weitere in den Griffen. Die Motoren sollen komplexe Wellenformen verarbeiten können, was detailliertes haptisches Feedback ermöglichen soll.

Die restliche Ausstattung entspricht dem Standard: ABXY-Tasten, Steuerkreuz, analoge Trigger, Schultertasten sowie vier zusätzliche Tasten auf der Rückseite. Dazu kommen die Steam-Taste für schnellen Zugriff auf die Bibliothek und das Schnellzugriffsmenü für Benachrichtigungen, Freundesliste und Chat.

Der Controller funktioniert mit allen Geräten, auf denen Steam oder Steam Link läuft. Das schließt Windows-PCs, Linux-Rechner, Macs, Tablets und Smartphones ein. Mit dem Steam Deck lässt er sich genauso nutzen wie mit der Steam Machine, die sich ohne Puck verbinden lässt und sogar aus dem Ruhezustand aufwecken kann. Für das Steam Frame hat Valve Infrarot-LEDs eingebaut. Die Kameras des VR-Systems können den Controller dadurch tracken. Das macht ihn auch für VR-Spiele nutzbar oder wenn man Nicht-VR-Titel auf einem virtuellen Bildschirm spielen möchte.

Die Steam-Eingabe erlaubt die Anpassung aller Funktionen. Da der Controller mit den Eingabearten des Steam Deck kompatibel ist, kann man auf Community-Konfigurationen für tausende Spiele zurückgreifen. Eigene Profile lassen sich natürlich auch erstellen und teilen.

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