Sony hat die neue Kamera Cinema Line FX5 präsentiert. Der Name verrät es ja schon: Ihr könnt mit diesem Modell zwar natürlich auch Fotos knipsen, im Fokus liegen aber eher Videoaufnahmen. Technisch steht die FX5 für eine Vollformatkamera mit einem Fully-Stacked-CMOS-Sensor. Ihr könnt mit der Cam etwa 5K-Videos mit 60 fps, 4K-Videos mit 120 fps oder 1080p-Videos mit 240 fps aufzeichnen.
Die Lichtempfindlichkeit wird erweitert durch einen Dynamikumfang von über 15 Blendenstufen im S-Log3-Modus, einen Dual-Gain-Shooting-Modus sowie drei Basis-ISO-Werte (800, 4.000, 12.800). Erstmals in der Cinema-Line-FX-Serie unterstützt die Kamera sowohl Open-Gate-Aufnahmen mit voller Sensorfläche als auch die interne Aufzeichnung in X-OCN, Sonys proprietärem RAW-Format. Zur Ausstattung zählt auch der BIONZ-XR2-Bildprozessor.
Sony bewirbt die Cinema Line FX5 auch mit ihrem KI-gestützten Autofokus, Motiverkennung und Real-Time-Tracking, das Motive automatisch verfolgt und eine zuverlässige Schärfenachführung ermöglicht. Bei Verwendung des Auto Tracing White Balance (ATW) kombiniert die Kamera Informationen von Sensoren für sichtbares Licht und Infrarotlicht (IR) mit einer auf Deep Learning basierenden Lichtquellenerkennung. Dies ermöglicht ein natürlicheres Weiß in Schattenbereichen, Innenräumen und anderen anspruchsvollen Lichtsituationen. Die Rauschunterdrückung kann wiederum flexibel zugeschaltet werden.
Ebenfalls integriert ist eine Desqueeze-Funktion für anamorphotische Objektive. Unterstützt werden Objektive mit den Faktoren 1,3x, 1,5x, 1,6x, 1,8x und 2,0x, wodurch anamorphe Aufnahmen direkt korrekt dargestellt und kontrolliert werden können. Darüber hinaus ist die FX5 mit einer 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse ausgestattet. Neben der optischen Bildstabilisierung und dem Active Mode bietet die Kamera auch einen Dynamic Active Mode, der laut Sony bei Aufnahmen aus der Hand nachhelfen kann.
Ausgestattet ist die FX5 außerdem mit einem 3,5-Zoll-LC-Touchscreen im 16:9-Format mit rund 2,76 Millionen Bildpunkten. Das schwenk- und neigbare Display lässt sich um etwa 98 Grad nach oben, 40 Grad nach unten sowie um rund 180 Grad zur Seite ausklappen. Die Helligkeit des Panels kann in 15 Stufen angepasst werden. Durch die Integration der Monitor-&-Control-App unterstützt die FX5 die Videoüberwachung sowie die Fernsteuerung über Smartphones, Tablets und Mac-Geräte. Die HDMI-Ausgabe der Kamera kann unterschiedliche Informationen auf dem Kameradisplay und einem externen Monitor anzeigen oder dieselben Informationen parallel auf beiden Displays ausgeben.
Zur Ausstattung gehören außerdem zwei USB-C-Anschlüsse. Neben der Unterstützung von Timecode-Eingängen über ein optionales Adapterkabel unterstützt die FX5 auch die Stromversorgung über USB Power Delivery (PD). Ein integrierter LAN-Anschluss ermöglicht zudem die Fernsteuerung der Kamera sowie Netzwerkverbindungen.
Für die Firmware 2.0 (voraussichtlich August 2026) sind zudem folgende Funktionen geplant:
- Unterstützung von HFR-Aufnahmen mit bis zu 240 BpS in X-OCN
- XAVC S-I-Aufzeichnung im 3:2-Format (Open Gate)
- Eine optimierte Benutzeroberfläche für vertikale Videoaufnahmen
- Eine neue Frame-Grab-Funktion
Als optionales Zubehör bietet der japanische Hersteller für die Kamera noch einen OLED-Sucher „DVF-EL1“ (0,58 Zoll) an. Er wird zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 749 Euro erhältlich sein. Dazu gesellt sich der XLR-Handgriff XLR-H2. Er verfügt über zwei XLR/TRS-Kombianschlüsse und unterstützt Audioaufnahmen mit bis zu vier Kanälen. Der Handgriff wird zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 899 Euro erhältlich sein. Schließlich folgt auch noch das Timecode-Adapterkabel VMC-BNCU1. Damit unterstützt die FX5 die Einspeisung von Timecode-Signalen externer Geräte. Das VMC-BNCU1 wird zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99 Euro erhältlich sein.
Preise und Verfügbarkeit
- ILME-FX5 inkl. XLR-Handgriff: Vorbestellbar ab dem 22. Juli 2026, erhältlich ab August 2026. Unverbindliche Preisempfehlung: 5.999 EUR.
- ILME-FX5B (Gehäuse): Vorbestellbar ab dem 22. Juli 2026, erhältlich ab August 2026. Unverbindliche Preisempfehlung: 5.399 EUR.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.

4 weeks ago
9




