Sonova erwähnt in einer Mitteilung zur kommenden Strategie des Unternehmens fast schon nebenbei etwas Großes: die Trennung von seiner Consumer-Hearing-Sparte und damit von Sennheiser. 2021 hatte man die Privatkundensparte der Sennheiser Electronic GmbH für 200 Mio. € übernommen. Doch so recht wollten die Audiospezialisten wohl nie zum übergeordneten Unternehmen passen.
So gibt Sonova nüchtern an, man wolle sich auf die Bereiche Hörgeräte und Cochlea-Implantate konzentrieren. Darauf werde man seine Ressourcen konsequent ausrichten. Vertriebskanäle, Nachfragedynamiken und Entwicklungszyklen unterschieden sich laut der offiziellen Mitteilung von Sonova im Consumer-Audio-Markt zu stark von jenen der Hörgeräte und Cochlea-Implantate. Ab dem Jahresabschluss 2025/26 wird die Audiosparte daher als zum Verkauf bestimmter Geschäftsbereich ausgewiesen.
Sonova strebt an, bis zum Geschäftsjahr 2030/31 einen Umsatz von 6 Milliarden Schweizer Franken zu erreichen. So steige die Nachfrage nach Hörgeräten bzw. Hörhilfen aufgrund der demografischen Entwicklung in etwa in Deutschland immer weiter an. Gleichzeitig sei die Durchdringung mit Hörlösungen weiterhin gering. Da sieht man also seine Chance gekommen.
Generell hat es schon 2021 viele Marktbeobachter eher erstaunt, dass Sonova sich Sennheisers Privatkundengeschäft einverleibt hatte. Vielleicht wollte man sich da am dänischen Hersteller GN ein Beispiel nehmen, der ebenfalls einerseits Hörgeräte vertreibt und andererseits auch im Markt für Kopfhörer und Headsets mit den Marken Jabra und SteelSeries aktiv ist. Aber offenbar ist der Plan gescheitert. Für Sennheisers Consumer-Sparte sucht man jedenfalls einen neuen Besitzer.
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