Selenskyj warnt vor massivem Russland-Angriff

1 month ago 13

Drohnenangriffe lassen russische Dieselexporte einbrechen

Ukrainische Drohnenangriffe auf wichtige Raffinerien haben Russlands Ausfuhren von Diesel auf dem Seeweg im Juni einbrechen lassen. Die Exporte von Diesel und Gasöl sanken im Vergleich zum Vormonat um 39 Prozent auf rund 1,8 Millionen Tonnen, wie am Mittwoch aus Daten des Finanzdienstleisters LSEG und von Marktteilnehmern hervorging. Das entspricht einem Rückgang von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Lieferungen aus Primorsk, dem wichtigsten russischen Exporthafen für Diesel, sanken Schätzungen von Händlern zufolge um mehr als die Hälfte auf 623.000 Tonnen.

Die Produktionsausfälle wirken sich auch auf den russischen Inlandsmarkt aus. Angesichts einer steigenden saisonalen Nachfrage führte das sinkende Angebot zu Engpässen und Verkaufsbeschränkungen in mehreren Regionen. Nach Einschätzung von Händlern könnten die Exporte im Juli wegen längerer außerplanmäßiger Wartungsarbeiten und einer starken Inlandsnachfrage fast zum Erliegen kommen. Eine offizielle Entscheidung der russischen Regierung über ein Exportverbot liegt jedoch noch nicht vor. Hintergrund sind Drohnenangriffe auf große Raffinerien im Mai und Juni. Damit will die Ukraine eine wichtige Einnahmequelle Russlands für den seit fast viereinhalb Jahren laufenden Angriffskrieg austrocknen.

Die Türkei und Brasilien blieben im Juni die Hauptabnehmer und übernahmen zusammen mindestens die Hälfte der verfügbaren Ladungen. Laut Daten zur Schiffsverfolgung zählten zudem Marokko, Ägypten und Senegal zu den wichtigen Abnehmern. Tanker mit insgesamt 250.000 Tonnen Diesel sind derzeit auf dem Weg zu Ankerplätzen vor Ägypten und Zypern, um dort auf See umgeladen zu werden. Ihre endgültigen Bestimmungsorte sind noch unklar. 

Read Entire Article