Rubio weist Irans UN-Delegation aus

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Stand: 01.10.2026, 09:36 Uhr

Von: Felix Busjaeger

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UN-Generalversammlung

Die Spannungen im aktuellen Iran-Krieg bleiben. Nun gibt es neue Details zum Umgang Rubios mit der iranischen Delegation. (Archivbild) © Yuki Iwamura/AP/dpa

Die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus sind am Montag gescheitert. Nun gibt es brisante Details zum indirekten Treffen.

New York – Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus waren zum Beginn der Woche gescheitert. Nun wurden neue Details zum Ablauf der Gespräche, genauer gesagt den direkten Folgen, bekannt. US-Außenminister Marco Rubio ordnete am Montag an, dass die iranische Delegation zur UN-Generalversammlung in New York umgehend verlassen müsse, darunter auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi. Das berichtete das US-Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie eine weitere mit den Vorgängen vertraute Quelle.

Iran-Gespräche gescheitert: Rubio verweist Delegation des Landes

Araghtschi und sein Team verließen New York in den frühen Morgenstunden des Dienstags und flogen über Doha ab in Richtung des Iran. Ursprünglich war geplant, dass der iranische Außenminister bis Mittwoch in der Stadt bleibt, um an indirekten Gesprächen über die Öffnung der Seestraße, ein mögliches Kriegsende sowie das iranische Atomprogramm teilzunehmen.

Die iranische UN-Mission wies die Darstellung Washingtons umgehend zurück: „Die iranische Delegation verließ New York am Montagabend, gemäß dem Zeitplan, der dem US-Außenministerium bereits am 17. September mitgeteilt worden war“, teilte die Vertretung auf X mit. „Da sie nichts erreicht haben, greift das Außenministerium darauf zurück, haltlose und wertlose Nachrichten zu verbreiten.“ Das berichtet die saudische Zeitung Asharq Al-Awsat.

Hintergrund des Eklats ist das Festfahren der diplomatischen Vermittlungsversuche Katars am Wochenende. Während am Montagmorgen im Weißen Haus noch Hoffnung auf Bewegung in der Iran-Frage herrschte, zeichnete sich am Nachmittag eine Sackgasse ab. Rubio veranlasste daraufhin die Ausweisung. Ein US-Regierungsbeamter begründete den Schritt deutlich: „Secretary Rubio hat die iranische Delegation, die ihren Aufenthalt überzogen hatte, des Landes verwiesen. Die UN-Generalversammlung war vorbei, also war es Zeit für sie, zu gehen.“

Trumps Absage an Teherans „Sieben-Tage-Plan“ und neue Sanktionen

Bereits im Vorfeld hatte US-Präsident Donald Trump einen iranischen Kompromissvorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus brüsk zurückgewiesen. Teheran hatte über katarische Vermittler einen sogenannten „Sieben-Tage-Plan“ vorgelegt, der an die Bedingung geknüpft war, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen aufheben.

Zudem dementierte Trump Medienberichte, wonach die US-Regierung bereit gewesen sei, Sanktionen zu lockern und eingefrorene Vermögenswerte freizugeben: „Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!“, schrieb Trump auf Truth Social. US-Außenminister Rubio hatte zuvor wiederholt betont, dass Washington eine Einigung nicht um jeden Preis anstrebe und die USA notfalls auf alternative Schutzmaßnahmen setzen.

Gleichzeitig erhöhte das US-Finanzministerium den Druck und verhängte Sanktionen gegen zehn Personen und Organisationen in China, Hongkong, Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei wegen mutmaßlicher Beschaffung von Waffenteilen für Teheran. Zuvor waren bereits Strafmaßnahmen gegen die russische VTB Bank, die türkische Golden Global Bank sowie 27 iranische Airlines in Kraft getreten.

Nadelöhr der Energieversorgung: Trumps drastische Drohung wegen der Straße von Hormus

Die Straße von Hormus zählt zu den wichtigsten Nadelöhren des Welthandels: Rund ein Fünftel des globalen Erdölbedarfs passierte vor Ausbruch des aktuellen Iran-Kriegs die Meerenge, bevor iranische Angriffe und Drohungen den Schiffsverkehr nahezu lahmlegten. Die Folge waren sprunghafte Preisanstiege bei Gas und Öl auf den Weltmärkten. Während katarische Unterhändler weiter versuchen, zwischen beiden Lagern zu vermitteln, unterstrich US-Präsident Trump die angespannte Lage mit einer unverhohlenen Drohung: „Vielleicht sprenge ich sie in die Luft“, sagte Präsident Trump am Mittwoch. „Vielleicht sprenge ich sie in die Luft. Wir müssen diese Entscheidung treffen. Wir werden sie in die Luft sprengen oder eine Einigung erzielen. Aber die Zeit wird kommen. Es wird sehr bald so oder so enden.“ (Quellen: Axios, Asharq Al-Awsat, dpa, AFP) (fbu)

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