Raindrop startet Stella: Neuer KI-Assistent für Lesezeichen

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Wer viele Lesezeichen sammelt, kennt das Problem. Man speichert hunderte Links für später, findet sie aber im entscheidenden Moment nicht wieder, weil einem das passende Stichwort fehlt oder man sich nur dunkel an den Inhalt erinnert. Der Lesezeichen-Dienst Raindrop.io versucht dieses Problem nun mit einem neuen Feature namens Stella zu lösen, das ab sofort als Beta verfügbar ist. Ich selbst finde das auf den ersten Blick etwas quatschig, denn Raindrop bietet ja Notizen und Tags, sodass man smart eigentlich alles finden können sollte.

Nun kann man bei Raindrop aber Stella nutzen. Dabei handelt es sich um einen KI-Assistenten, der direkt in die Web-App integriert wurde. Nutzer finden oben rechts einen neuen Button mit einem Funkel-Symbol. Ein Klick darauf öffnet ein Chatfenster, in dem man mit seiner eigenen Bibliothek interagieren kann. Das Ganze funktioniert auch für einzelne Lesezeichen per Rechtsklick. Die Idee dahinter ist eine semantische Suche. Man muss nicht mehr den exakten Titel wissen, sondern kann umschreiben, was man sucht.

Neben der Suche kann Stella auch Inhalte zusammenfassen. Wer keine Zeit hat, einen langen Text zu lesen, lässt sich die Kernaussagen in Stichpunkten ausgeben oder komplexe Themen vereinfacht erklären. Auch das Vergleichen von zwei gespeicherten Artikeln ist möglich. Ein weiterer Aspekt ist laut Entwickler die Organisation der Sammlung. Die KI kann auf Zuruf unsortierte Bookmarks in die passenden Sammlungen schieben, Tags aufräumen oder Duplikate aufspüren.

Das Feature ist Teil des Pro-Abonnements und kostet keinen Aufpreis. Es gibt laut Entwickler keine harten Nutzungsgrenzen, man setzt auf Fair Use. Wichtig für viele dürfte der Datenschutz sein: Stella greift nur auf die Daten zu, wenn man sie aktiv nutzt. Wer das Feature ignoriert, dessen Daten werden nicht von der KI gelesen. Zudem verlassen keine Daten die Server von Raindrop.io, es werden keine Drittanbieter genutzt und nichts wird für das Training von Modellen verwendet.

Aktuell läuft Stella nur in der Web-Version. Wer lieber eigene KI-Tools nutzt, kann alternativ auf einen MCP-Server zurückgreifen, der die Raindrop-Bibliothek mit Diensten wie Claude oder ChatGPT verbindet.

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