
Der Streaming-Dienst Qobuz hat seine neuen Leitlinien für den Umgang mit künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Man will damit transparent machen, wie KI auf der Plattform genutzt wird und wie man mit generierten Inhalten verfährt. Der Fokus liegt laut dem Unternehmen auf einem menschlichen Ansatz, der Künstler und Hörer gleichermaßen schützen soll.
Konkret bedeutet das, dass redaktionelle Empfehlungen wie die „Qobuzissimes“ oder das Album der Woche weiterhin komplett von der hauseigenen Musikredaktion ausgewählt werden. Damit will man sicherstellen, dass industriell erzeugte KI-Inhalte nicht auf den prominenten Plätzen der Plattform landen. Auch bei den automatisierten Funktionen, die auf den einzelnen Nutzer zugeschnitten sind, greift man auf Daten zurück, die vom Team oder Partnern stammen. Das Ziel ist es, KI-Titel hier außen vor zu lassen, damit echte Künstler ihre Sichtbarkeit behalten.
Um KI-generierte Musik und betrügerische Streaming-Muster aufzuspüren, entwickelt Qobuz entsprechende Tools und arbeitet mit Partnern aus der Industrie zusammen. Werden Verstöße festgestellt, fliegen die Inhalte von der Plattform und betrügerische Streams werden bei der Auszahlung nicht berücksichtigt. Zudem verpflichtet sich der Anbieter, keine eigene Musik für den Katalog zu generieren, keine Redakteure durch KI zu ersetzen und Kundendaten nicht für das Training externer KI-Modelle freizugeben.
Hintergrund ist die wachsende Menge an KI-Musik, die laut aktuellen Studien in Zukunft einen beträchtlichen Teil der Einnahmen abgreifen könnte. Qobuz will diese Leitlinien als dynamisches Dokument verstanden wissen, das alle sechs Monate überprüft und angepasst wird. Man knüpft damit an die Initiative aus dem Jahr 2025 an, als der Dienst erstmals seine Auszahlungsraten pro Stream offenlegte.
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3 weeks ago
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