Proxmox VE 9.1 ist da: Mehr Kontrolle bei Containern, VMs und SDN

1 month ago 3

Proxmox legt nach und schiebt Version 9.1 des Proxmox Virtual Environment raus. Die neue Ausgabe dreht sich grob um drei Dinge: Container-Bereitstellung, Sicherheit rund um virtuelle Maschinen und Software-Defined Networking. Für Admins, die Proxmox im Rechenzentrum oder im eigenen Rack laufen haben, ist das Update damit mehr als nur ein Bugfix-Release.

Spannend für alle, die stark auf Container setzen: Proxmox VE 9.1 kann jetzt direkt mit OCI-Images umgehen. Images aus Registries lassen sich einbinden und als Basis für LXC-Container nutzen, egal ob als vollwertige System-Container oder schlanke Application-Container. Letztere sind auf Microservices und gezielte Dienste zugeschnitten, ziehen weniger Ressourcen und passen damit gut zu bestehenden CI/CD-Pipelines. Die Bereitstellung läuft wahlweise über das Webinterface oder klassisch über die Kommandozeile.

Beim Thema Sicherheit geht es in dieser Version um das virtuelle TPM. Der vTPM-Zustand kann laut der Entwickler im qcow2-Format abgelegt werden. Das mache vollständige Snapshots von VMs mit aktivem vTPM einfacher, auch über verschiedene Storage-Typen wie NFS oder CIFS hinweg. LVM-Storage mit Volume-Chains kommt ebenfalls damit klar und erlaubt Offline-Snapshots inklusive vTPM-Status. Wer Windows-Installationen mit vTPM-Anforderung hostet, hat damit etwas weniger Kopfzerbrechen beim Backup und beim Verschieben von Workloads.

Ebenfalls neu ist eine feinere Steuerung für Nested Virtualization. Statt dem Gast stumpf den kompletten Host-CPU-Typ durchzureichen, lässt sich Nested Virtualization gezielt per vCPU-Flag schalten. Für Umgebungen mit verschachtelten Hypervisoren oder Windows mit Virtualization-based Security ist das deutlich angenehmer, weil die eigene CPU-Konfiguration sauberer kontrolliert werden kann.

Im Bereich SDN hat Proxmox an der Oberfläche geschraubt. Die Web-GUI zeigt nun deutlich mehr Statusinformationen an: Welche Gäste an Bridges oder VNets hängen, welche IP- und MAC-Adressen in EVPN-Zonen gelernt wurden und welche Parameter zu Fabrics, Routen und Interfaces anliegen. IP-VRFs und MAC-VRFs sind in der Ansicht sichtbarer. Die Idee dahinter: weniger Springen auf die Shell, schnellerer Überblick über komplexere Netzwerk-Topologien im Cluster. Interessierte sollten sich hier noch etwas genauer einlesen.

Transparenz: In diesem Artikel sind Partnerlinks enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Partnerlinks haben keinerlei Einfluss auf unsere Berichterstattung.

Read Entire Article