Proton Workspace und Proton Meet sind offiziell: Schweizer Anbieter greift Google Workspace und Microsoft 365 an

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Proton kennt man in vielen Firmen inzwischen als Mail und VPN aus der Schweiz. Jetzt geht das Ganze eine Stufe weiter: Mit Proton Workspace und Proton Meet (war bisher in der Beta) versucht der Anbieter, ein komplettes Arbeitsumfeld hinzustellen, das sich an Google Workspace und Microsoft 365 orientiert.

Workspace bündelt die bekannten Bausteine Mail, Calendar, Drive, VPN und Passwortverwaltung mit neueren Komponenten wie Docs, Sheets, Meet und der eigenen KI Lumo. Ziel: weg von der Einzellösung, hin zum Paket. Laut Proton nutzen bereits über 100 Millionen Menschen die Dienste, dazu kommen nach eigenen Angaben mehr als 100.000 Unternehmenskunden, die bisher oft nur Teile des Ökosystems einsetzen und nun verstärkt nach einem Komplettangebot fragen.

Im Hintergrund pitcht Proton natürlich das Thema technologische Souveränität in Europa. Gesetze wie der US CLOUD Act können US-Anbieter verpflichten, Daten herauszugeben, auch wenn die physisch in Europa liegen. Für Firmen und Behörden, die sich an DSGVO und ähnliche Vorgaben halten müssen, ist das ein Risiko. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass große Plattformen Audio, Video und Chat verstärkt für KI-Training verwerten. Proton versucht, genau dort anzusetzen: starker Fokus auf Verschlüsselung, eigene KI Lumo, die laut Anbieter so gebaut ist, dass Proton keinen Einblick in die Nutzung bekommt.

Workspace selbst wird in zwei Stufen verkauft. Workspace Standard bringt Mail, Calendar, Drive, Docs, Sheets, Meet, VPN und Pass. Der Preis liegt bei 12,99 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo, 14,99 € monatlich bei flexibler Laufzeit. Workspace Premium legt mehr Speicher, Richtlinien zur E-Mail-Aufbewahrung, höhere Teilnehmerlimits und Lumo AI obendrauf. Da ruft Proton 19,99 € im Jahrestarif und 24,99 € im Monatsmodell auf.

Wer nur Videokonferenzen braucht, landet bei Meet separat. Kostenlose Meetings sind mit bis zu 50 Teilnehmern und einer Dauer von bis zu 60 Minuten drin. Wer mehr Laufzeit oder Features will, kann auf Meet Professional ab 7,99 € pro Nutzer und Monat gehen. Meet hängt auf Wunsch an Proton Calendar, lässt sich aber auch mit Kalendern von Google und Microsoft verknüpfen. Desktop und Mobilgeräte werden unterstützt, inklusive HD-Audio und -Video sowie Bildschirmfreigabe und Chat.

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