Deutsche Bahn: Mehr Bodycams für das Personal

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Die Deutsche Bahn rüstet beim Sicherheitsthema weiter auf und setzt verstärkt auf Bodycams für das Personal in Zügen und an Bahnhöfen. Aktuell nutzt bereits etwa ein Drittel der Kundenbetreuer die Kameras auf freiwilliger Basis, so ein dpa-Bericht. Angepeilt sind aber 50 % im Sommer. Erste Testläufe begannen 2021.

Die Geräte sind laut Konzernangaben in ausreichender Menge vorhanden. Parallel dazu durchlaufen alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt bis zum Sommer verpflichtende Schulungen zur Deeskalation und Selbstbehauptung. Die Bahn möchte die Kameras als Standardausrüstung etablieren und rät dazu, die Technik präventiv zu nutzen, statt auf brenzlige Situationen zu warten.

Hintergrund für die Maßnahme sind, wen wundert es, steigende Angriffszahlen im Bahnverkehr. Zwischen 2024 und 2025 kletterte die Zahl der Übergriffe auf Personal um elf Prozent auf knapp 2.690 Fälle. Technisch zeichnen die Kameras, die an der Kleidung getragen werden, momentan nur Bildmaterial auf. Per Knopfdruck lässt sich ein Kontrollmonitor einschalten, auf dem das Gegenüber sich selbst sieht, was oft schon für Ruhe sorgen soll.

Bei Bedarf wird die Aufnahme gestartet. Die Bahn hofft zudem, ab Herbst durch neue gesetzliche Regelungen auch Tonaufnahmen machen zu dürfen. Künftig soll das System zudem mit den Notrufknöpfen am Handgelenk gekoppelt werden, damit die Kamera bei einem Alarm automatisch mit der Aufzeichnung beginnt.

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