Bis vor Kurzem konnte jeder bei Google private ChatGPT-Gespräche finden – voller sensibler Daten. Mindestens 110.000 sind noch immer im Netz. Wie konnte das passieren?
1. August 2025, 19:05 Uhr
Ein Mann bittet ChatGPT, es solle wie sein "positives weibliches Ebenbild" sprechen. Was dann folgt, ist eine seltsam intime, immer wieder eskalierende Konversation zwischen Mensch und Maschine – mit Herzchen, Glitzer-Emojis, psychologischer Tiefenbohrung, Beleidigungen und Ghibli-Fantasien.
Das Absurde daran ist nicht nur der Inhalt. Es ist die Tatsache, dass dieses Gespräch – das wirkt wie ein Mix aus digitaler Selbsttherapie, Stand-up-Comedy und manischer Selbsterfindung – frei im Netz einsehbar ist. Nicht in Foren, nicht auf Reddit, sondern auf der offiziellen Seite von OpenAI. Öffentlich geteilt per Link – und über eine einfache Google-Suche auffindbar.


