Die Postbank hat eine Umfrage durchführen lassen, um das Sparverhalten in Deutschland zu untersuchen. Das Ergebnis: Vier von fünf Befragten bilden zwar Rücklagen, haben aber selbst die Ansicht, dass sie dennoch zu wenig sparen. Dabei sind es die erhöhten Lebenshaltungskosten, welche die Spielräume reduzieren. Als Instrument für Altersvorsorge und Vermögensaufbau werde dabei ETFs immer beliebter.
Wichtig: Die Ergebnisse sollte man nicht verallgemeinern, da sie aus einer Online-Meinungsumfrage von YouGov stammen und nicht aus einer wissenschaftlichen Studie. Solche Umfragen sind von Natur aus sehr anfällig für Störungen und Verzerrungen. Von den Befragten erreichen dabei 24 % ein finanzielles Polster, das drei bis sechs Monatsgehälter beträgt. Die anderen bewegen sich allerdings darunter.
Dazu gibt es 14 % der Befragten, die im Jahr weniger als 500 Euro sparen. 26 % der Befragten geben an, mit ihren Rücklagen wohl maximal zwei Monate den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Knapp 15 % sagen, sie würden sogar nur einen Monat mit ihren Rücklagen auskommen.
Als Ziele des Sparens werden von den Menschen primär die finanzielle Absicherung genannt, weniger der Konsum. 44 % sehen ihr gespartes Geld als Notgroschen, 36 % als Rücklagen für Krisenzeiten und abermals 36 % als Grundlage für die Altersvorsorge. 18 % sparen für den Vermögensaufbau und 15 % um Wohneigentum zu modernisieren oder zu renovieren. Aber: 33 % sparen dann doch, um damit zukünftigen Konsum zu finanzieren.
41 % lassen dabei ihr Geld auf dem Girokonto gammeln und an Wert verlieren, während 41 % zumindest die mickrigen Zinsen beim Tagesgeld mitnehmen. 34 % investieren allerdings auch ihr Geld in Aktien oder Fonds. Hier sind ETFs besonders beliebt (21 %). 15 % investieren auch in Einzelaktien. Bargeld hortet im Übrigen nur 10 % der Befragten zu Hause.
Interessant ist, dass viele Befragte die mögliche Rendite von ETFs deutlich unterschätzen – das gilt für 36 % der Befragten. 28 % haben wiederum keine Vorstellung davon, was für sie herausspringen könnte. Da gibt es also Nachholbedarf. Vielleicht liegt das auch darin, dass Banken ETFs selten bzw. ungern empfehlen und auch keine echte Motivation haben, ihre Kunden darüber aufzuklären – denn es handelt sich um eine Anlage, an der sie selbst wenig verdienen.
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1 month ago
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