Pläne für das Ende der Solarförderung bei kleinen Dachanlagen

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Es sieht ganz danach aus, als müssten sich Hausbesitzer auf Änderungen einstellen, wenn die Anschaffung einer Solaranlage geplant ist. Aus einem Arbeitsentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums geht laut Tagesschau hervor, dass Ministerin Reiche massive Einschnitte bei der Förderung privater Anlagen anstrebt. Im Fokus stehen dabei neue Installationen bis zu einer Leistung von 25 Kilowatt.

Die Argumentation aus dem Ministerium stützt sich darauf, dass gesunkene Anschaffungskosten für Module und Speicher eine staatliche Unterstützung mittlerweile obsolet machen würden, sofern ein hoher Eigenverbrauchsanteil realisiert wird. Wer bereits eine Anlage auf dem Dach hat, muss sich wohl keine Sorgen machen, hier ist ein Bestandsschutz vorgesehen.

Für Neuanlagen sieht der Plan vor, die pauschale Einspeisevergütung durch den Netzbetreiber zu streichen. Anstatt den Strom einfach einzuspeisen, müssten sich Betreiber künftig selbst um die Vermarktung an der Strombörse kümmern. Damit nicht genug, soll die Einspeisung auf 50 Prozent der erzeugten Energie gedeckelt werden. Wer mehr produziert, muss den Strom selbst verbrauchen oder speichern. Eine weitere Hürde stellt die geplante Pflicht zum Einbau intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, für Anlagen ab sieben Kilowattstunden dar, was die Kosten weiter in die Höhe treiben dürfte. Ausgenommen von diesen Verschärfungen wären nach aktuellem Stand lediglich Balkonkraftwerke.

Die Reaktionen auf den Entwurf fallen erwartungsgemäß negativ aus. Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt davor, dass der Wegfall der Vergütung und der Zwang zur Direktvermarktung den Ausbau im privaten Sektor zum Erliegen bringen könnten.

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